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Besuch aus dem Kindergarten

 


 

 

Am Vormittag des 25.02.2015 besuchten 18 Vorschüler des Kindergartens Josefsberg aus Sigmaringen die Fakultät Life Sciences. Prof. Dr. Schmid holte die Kinder, die mit dem Stadtbus ankamen, an der Bushaltestelle ab. Danach ging es wohlgeordnet in 2er-Grüppchen in den Audimax, wo alle Vorschüler zunächst einmal ihren Vornamen an die große Tafel schreiben durften. Anschließend ging man der Frage nach, was Studieren ist und weshalb es eigentlich „Hochschule“ heißt: „weil diese oben auf dem Berg ist?“ oder „weil hier nur große Leute sind?“ vermuteten die Kinder. Gemeinsam stellte man fest, dass die Vorschüler die allerwichtigsten Fertigkeiten, die ein Student braucht, schon mitbringen: aufmerksam zuhören und mit Begeisterung Wissen in sich aufsaugen. Getreu dem Motto „wer nicht fragt, bleibt dumm“ wurde Prof. Dr. Schmid in der Folge mit vielen - für ihn ungewohnten - Fragen gelöchert, zum Beispiel „welche Technologie es im Hörsaal gibt“ oder „wie man einen Feueralarm auslöst“.
Nach der Frage-und Antwortstunde im Audimax ging es weiter in den Bereich Lebensmittelverarbeitung und Sensorik des Studiengangs Lebensmittel, Ernährung und Hygiene, wo Frau Linke-Pawlicki schon auf die Gruppe wartete. Neugierig erkundeten die Vorschüler die Lehrküche mit allen sich darin befindlichen Geräten. Auch das Innenleben der Geräte, wie zum Beispiel der Eismaschine, blieb nicht verborgen. Spannend waren auch die Sensorikkabinen, in denen normalerweise Lebensmittel unter genormten Bedingungen professionell verköstigt werden können. Mit unterschiedlicher Beleuchtung und kleinen Schiebetüren, über die Essen gereicht werden kann, wurden die Kabinen zu einer interessanten Spielumgebung. Anschließend konnten die Kinder Lebensmittel mit all Ihren Sinnen erleben. So mussten Sie unterschiedliche Nahrungsmittel in Beuteln ertasten, Gewürze in Bechern erschnuppern sowie Kekse und Brotchips auf ihren Knusperfaktor hin untersuchen. Die perfekte Überleitung für eine kleine Vesperpause im Labor Maschinen- und Gerätetechnik.
Jacken an, Mützen auf, und weiter ging es in ein anderes Laborgebäude in das Elektrotechnik-Labor. Dort hatte Herr Pomplitz jeweils für 2er-Gruppen schon ein Bastelset für Stromkreise mit Batterien, Lämpchen, LEDs, Schaltern, Kabeln und einem Motor vorbereitet. Zunächst bestand die Aufgabe darin, einen einfachen Stromkreis mit Batterie, Lämpchen und Kabeln mit Krokodilklemmen zu bilden. Im zweiten Schritt wurde ein Schalter eingebaut. Noch einen Widerstand integriert und das Lämpchen gegen eine LED getauscht, schon leuchtete es überall grün. Um zu zeigen, dass man aus Strom Bewegung erzeugen kann, wurde zum Schluss noch ein kleiner Elektromotor über die Batterie zum Laufen gebracht.
In der Zwischenzeit war auch noch Frau Gobin mit den LEGO Mindstorms Robotern  ins Labor gekommen. Fasziniert scharten sich die Kinder um einen LEGO-Elefanten, der laufen und seinen Rüssel bewegen kann, und eine Sortierstation, bei der verschiedenfarbige Lego-Steine vollautomatisch nach Farbe sortiert werden können.
Leider zeigte die Uhr schon halb 12 und die Kinder mussten sich wieder auf den Weg machen, um den Stadtbus wieder rechtzeitig zu erreichen. Mit einem kleinen Geschenk im Rucksack verabschiedeten sich die Kinder mit viel Begeisterung in den Augen.  Alle Kinder und die begleitenden Erzieherinnen waren sich einig, dass das Probe-Studieren sehr viel Spaß gemacht hat und es in jedem Fall eine Wiederauflage geben sollte.

Die Wiederauflage ließ nicht lange auf sich warten,
nämlich in Form eines Gegenbesuchs im Kindergarten mit einem lehrreichen wissenschaftlichen Experiment:
Am 06. März 2015 führte Prof. Dr. Andreas Schmid im Kindergarten Josefsberg in Sigmaringen eine Schulung zum Thema „Hände waschen“ für alle Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren durch.
Los ging es im Rabennest. Im ausführlichen Dialog mit den Kindern wurde zunächst der Frage nachgegangen, wieso, wann und wie man seine Hände wäscht. Dann ging es in die Praxis: ein Junge durfte sich anschließend die Hände mit einer besonderen Handcreme einreiben und damit einen Buntstift sowie einen Apfel anfassen. Dann machten sich alle auf den Weg in den leicht verdunkelten Nebenraum, wo alle die leuchtenden Hände des Jungen unter dem Schwarzlicht bestaunen konnten. Die Handcreme war nämlich mit einer fluoreszierenden Substanz versehen. Eindrucksvoll konnte so auch nachvollzogen werden, welche Spuren die Finger des Jungen auf dem Stift und dem Apfel hinterlassen hatten, und somit wie leicht sich Krankheiten über Schmierinfektion ausbreiten können. Nun wollten natürlich alle ihre Hände ebenso leuchten sehen, ein paar schüchterne 3jährige ausgenommen. Nach der Betrachtung der Hände machten sich alle Kinder auf in den Waschraum, um ihre Hände zu waschen. Manche waren sehr schnell zurück, entsprechend wenig hatten die Hände an Leuchtkraft eingebüßt, andere waren da schon gründlicher. Nach mehreren Runden hatte es aber auch das letzte Kind geschafft, alle zuvor eingecremten Stellen, auch zwischen den Fingern und um die Fingernägel, gründlich zu reinigen.
Zum Schluss wurden die Erfahrungen und Konsequenzen für den Alltag nochmals im Stuhlkreis ausgetauscht, bevor es anschließend mit dem gleichen Programm bei der Bären- und Mäusegruppe weiterging.
Autor: Prof. Dr. Andreas Schmid
 
 
 
 
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