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Exkursion zu Audi

 

Exkursion der Masterstudierenden zur Audi AG nach Neckarsulm

Im Rahmen ihres Technologien-Praktikums nahmen die Studierenden des Masterstudiengangs WIW am Donnerstag, 22.01.2015 an einer Exkursion zur Audi AG nach Neckarsulm teil. Im Audi Forum direkt neben dem Werk informierten sie sich zunächst über die Historie und Modellpalette.
Das Audi Forum Neckarsulm dient der Marke in erster Linie als Schnittstelle zu den Kunden, die dort ihr Fahrzeug abholen können und die Gelegenheit haben, an einer Werksführung teilzunehmen oder Accessoires einzukaufen.

Die anschließende Werksführung bot den Studierenden einen Einblick in die Produktions- und Logistikkonzepte des Automobilherstellers. In dem  Werk mit einer Größe von rund 1 Mio. Quadratmetern  werden schwerpunktmäßig die Modelle A4, A5 Cabrio, A6 und A7, A8 sowie deren Derivate gefertigt. Die Studierenden bekamen direkt am Beispiel einer Rohkarosse die unterschiedlichen Füge- und Verbindungstechnologien wie Schweißen, Nieten, Clinchen, Kleben und Löten erklärt, u.a. auch mit der Besonderheit, Kontaktkorrosion bei hybriden Karossieren aus Aluminium und Stahl zu vermeiden. Mit speziell gefertigten Werkzeugen (Stempel und Matrize) und riesigen Pressmaschinen werden Blechbänder (sog. Coils) zu Karosserieteilen geformt, die in einem weiteren Prozess nahezu vollautomatisiert zu der Karosserie zusammengebaut werden. Verdeutlicht wurde auch der Einsatz eines Fahrzeugdatenspeichers während der Fertigung auf Basis von RFID-Technologie.
Anschließend ging es in die Fertigung und Endmontage der Baumuster A6 und A7, mit besonderem Blick auf die innerbetriebliche Logistik. Es finden täglich bis zu 55.000 Behälterbewegungen statt, die überwiegend in Form von Routenzügen bzw. Milkruns erfolgen  und die benötigten Teile an die jeweilige Fließbandposition anliefern. Für den Audi A8 gibt es z.B. bis zu 3000 verschiedene Außenspiegel-Varianten und bei den Sitzen steigt die Zahl sogar auf einen Wert von 50.000. Die Zusammenstellung der pro Fahrzeug benötigten Teile erfolgt mit verschiedenen Kommissionierungsverfahren, beispielsweise Pick-by-voice bzw. Pick-by-light.
Den Höhepunkt der Werksbesichtigung stellte die „Hochzeit“ dar, bei der Karosserie und Antriebsstrang zusammengefügt und montiert werden.  Dabei werden die Türen zuletzt an das Fahrzeug angebaut, bewegen sich jedoch schon in vorgelagerten Prozessschritten taktsynchron d.h. Just in Sequence auf einem parallelen Band zum Auto. Auf diese Weise wird das Matching von Tür und Fahrzeug sichergestellt, während zugleich die Innenausbauten und die Vorfertigung der Türen deutlich effizienter und ergonomischer erfolgen.
Bei ihrem Besuch in Neckarsulm erhielten die Studierenden somit einen breiten Überblick über die Produktionsabläufe und aktuelle Technologien in der Automobilbranche.
Autoren: Florian Geiser/ Ines Cepa
Fotos: Studiengang WIW
Datum: 11.3.2015