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Forschungs- und Industrieprojekte 2015

 
 
​Forschungs- und Industrieprojekte
 
Die Forschungs- und Industrieprojekte des Studiengangs MPE werden jedes Sommersemester in enger Kooperation mit ansässigen Firmen durchgeführt. Die Studierenden sollen so die Gelegenheit bekommen, während der dreimonatigen Projektarbeit ihre Kompetenzen praxisnah und in einem maximal authentischen Anwendungskontext zu erweitern.
 
 
 
 
Forschungs- und Industrieprojekt
 
"EMS-Griltech – neue Einsatzmöglichkeiten für das Grilon-Schmelzklebegarn"
 
mit der Firma EMS-Chemie
 

 SoSe 2015
 
Projektleitung: Prof. Petra Schneider, Prof. Dr. Jörn Lübben
Projektmitarbeiter:
Dimitri Becker, Vanessa Günther, Denis Hähn, Heinrich Heimann, Anne-Kathrin Kiesel, Sarah Lindner, Katrin Metzger
 
 
 
Einführung
 
Im Rahmen des Industrie- und Forschungsprojekts wurden neue Einsatzgebiete eines speziellen
Schmelzklebegarns durch verschiedene Musterungen und Verfahrenstechniken ermittelt. Das Projekt kooperiert mit der Firma EMS-Chemie aus der Schweiz, welche 1936 gegründet wurde. Zu dem Portfolio von EMS-GRILTECH gehören diverse Lacke, Granulate sowie eine riesige Anzahl von verschiedenen Fasern. Alle diese Produkte werden unter verschiedenen Bezeichnungen geführt wie zum Beispiel: GRILTEX, PRIMID, GRILONIT, NEXYLON, NEXYLENE, GRILBOND, GRILON.
 
 
 
Abstandsgestrick
 
Abstandsgestricke verfügen über zwei separate Warenflächen, die durch steife Abstandsfäden miteinander verbunden sind. Das Abstandsgestrick soll im Interieur-Bereich seinen Einsatzzweck finden. Um dieses zu befestigen, wurde das Grilongarn einseitig eingearbeitet, um eine Kaschierung an andere Materialien zu gewährleisten. Es wurden mehrere Versuche durchgeführt. Um letztendlich den Abstand des Gestricks zu erhalten wurde die Verpressung mit Abstandshaltern und einem Abstandsgestrick mit höheren Polfäden-Anteilen kaschiert, jedoch brachte dies nicht das gewünschte Ergebnis. Dies führte zum Abbruch der Versuchsreihe des Abstandsgestrickes.
 
 
 
Nähgruppe
 
Da in der Textilindustrie einer der größten Zweige die Konfektionierung mit verschiedenen Nähmaschinen ist und somit durch diesen Bereich sehr viele neue Anwendungsbereiche erschlossen werden können, wurden verschiedene Nähproben durchgeführt. Als erstaunliches Ergebnis konnte festgestellt werden, dass sich das eigentlich doch leicht reißbare Garn mittels Doppelsteppstich und Dreifadenüberwendlich gut vernähen lässt. Durch späteres Verpressen  mit einer Flachbettpresse konnten verschiedene Produkte entwickelt werden. Wie z.B. ein Rock mit verklebtem Blindsaum (um ein Ausreißen und Hängenbleiben zu verhindern). Ein Beutel, welcher Wasser hält, und ein Prototyp einer Markise.
 
 
 
Gestrick
 
Um einen Oberstoff auf sein Trägermaterial aufzubringen, bedarf es meist eines zusätzlichen und aufwendigen Klebeverfahrens. Um Zeit und Kosten zu sparen, liegt es nahe, den zusätzlichen Klebeprozess durch die vorherige Einbringung von Schmelzklebegarnen einzusparen. Zusätzlich können  unterschiedliche Muster und Bindungen hergestellt werden. Durch zahlreiche Versuche wurde eine Vielzahl an Einsatzgebieten erschlossen, andere konnten hingegen ausgeschlossen werden.
Das Einstricken von 14% Grilongarn in ein Gestrick mit außenliegenden Flottungen zeigte bei der Haftung auf Polyestergewebe die besten Ergebnisse. Sowohl die Optik, als auch die Schälfestigkeit waren hier in einem annehmbaren Bereich. Die Fügung des Gestricks mit einem Aramid-Nonwoven brachte hervorragende Schälergebnisse. Die dauerhafte Formgebung des Gestricks wurde durch den Heizluftfön nicht erreicht. Auch die Bindung des Gestricks mit einer Metallplatte führte nicht zum gewünschten Ergebnis.
 
 
 
Resümee
 
Wie die Ergebnisse der einzelnen Gruppen erahnen lassen, war das Projekt insgesamt ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Unterfangen. Dass ein spezielles Garn bei so vielen unterschiedlichen Einsatzzwecken verwendet werden kann, ist erstaunlich. Vor allem, dass das Garn ohne schwerwiegende Probleme vernäht und verstrickt werden kann, faszinierte die mitarbeitenden Studierenden.
Die Studierenden ihrerseits bedanken sich sehr herzlich bei den Unterstützern dieses Projekts.
Aufzuführen sind die Ems-Chemie, insbesondere Frau Ulrike Renz, und an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen als Hauptansprechpartner Frau Prof. Petra Anni Schneider und Herr Prof. Dr. Lübben.
 
 
 
 
Ihre Ansprechpartnerin

 
 
Prof. Petra Schneider
 
Projektleiterin "Schmelzklebegarn"
Gebäude 205 (Haux), 3. OG, R. 343
Telefon: 07571 / 732-9195
E-Mail: schneider@hs-albsig.de