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Lebensmittel, Ernährung, Hygiene
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Bachelor-Thesis bewegt ein Dorf – Über 75 % für Dorfladen

 


​v.l.n.r. Ortsvorsteher Anton Fetscher, Ann-Kathrin Dieringer, Prof. Dr. Markus Lehmann (Quelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen)
Anfang Mai stellte Ann-Kathrin Dieringer, Studierende der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, bei einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung in Jungnau die Ergebnisse ihrer Bachelor-Thesis vor. Das Ergebnis der dabei präsentierten Marktanalyse und Umfrage ist klar: in Jungnau soll ein Dorfladen entstehen. Jetzt sucht der zuständige Arbeitskreis nach einem geeigneten Betreiber sowie Standort.
Im Februar wurde das Projekt zum ersten Mal der Gemeinde vorgestellt. Für ihre Bachelor-Thesis im Studiengang Lebensmittel, Ernährung, Hygiene sollte Ann-Kathrin Dieringer bei der BÄKO Südwürttemberg eG ein allgemeines Nahversorgungskonzept für kleine Gemeinden erarbeiten. Der Sigmaringer Stadtteil Jungnau wurde dabei als Beispielgemeinde zur Umsetzung des Projekts ausgewählt.  Bereits die erste Präsentation stieß auf großes Interesse und führte zur Einrichtung eines Arbeitskreises, der zukünftig weiter an dem Projekt arbeiten wird.
„Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie Hochschule und Region zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten können“, sagt Professor Markus Lehmann, der die Abschlussarbeit betreut und den Kontakt zur Gemeinde Jungnau und ihrem Ortsvorsteher Anton Fetscher herstellte.
Für die Bürgerumfrage wurde ein Fragebogen an fast 300 Jungnauer Haushalte geschickt. Die Ergebnisse sind eindeutig: fast 78% der Jungnauer fehlt ein Dorfladen, 65% gaben an, regelmäßig dort einkaufen zu wollen, 62% einen sonntäglichen Brötchenverkauf zu nutzen. Ein angeschlossenes Café stieß dagegen nur bei 38% auf Interesse. Die Frage ob sich ein Dorfladen positiv auf die Gemeinde auswirken würde, betrachteten sogar fast 90% als zutreffend. „Ein Dorfladen ist für einen Ort mehr als eine Einkaufsmöglichkeit“, unterstreicht Ortsvorsteher Anton Fetscher das Ergebnis: „Das ist ein Marktplatz, eine Anlaufstelle für die Leute“. Besonders wichtig scheint den Jungnauern dabei der Verkauf von Backwaren, dicht gefolgt von regionalen Lebensmitteln, frischem Obst und Gemüse sowie Bio- und Milchprodukten. Bei den Dienstleistungen wurde besonderer Wert auf einen Paket- und Postdienst gelegt. Mit 125 beantworteten Fragebögen erreichte  die Umfrage eine beachtliche Rücklaufquote von 43 Prozent.
Neben der Bürgerumfrage wurden vergleichbare Ladenmodelle in Herdwangen und Königseggwald besucht und Erfahrungen mit den dortigen Betreibern ausgetauscht. Das erfreuliche Ergebnis: ein Dorfladen kann auch heute noch durchaus rentabel betrieben werden.
In den nächsten Schritten soll eine Stellen-Ausschreibung für einen engagierten Betreiber formuliert werden. Dazu ist eine weitere Sitzung der Arbeitsgruppe geplant. Die ersten Meilensteine sind aber bereits gesetzt: eine umfangreiche Studie zum Dorfladen liegt vor, in zentraler Lage sind mögliche Standorte definiert und die Unterstützung durch die Gemeinde hinsichtlich Themen wie Mietgestaltung, Fördergelder etc. sind zugesagt.
Die Aktualität des Themas zeigt sich nicht nur am Interesse der Jungnauer, auch aus Inzigkofen, wo über ähnliche Konzepte nachgedacht wird, nahmen zwei Besucher an der Ortschaftsratssitzung teil.
 
 
 
 
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