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Besuch aus Estland

 
 

Von großen Maschinen und winzigen Nadeln

Am Standort Albstadt wurde vom 18. bis 23. Mai  an der Fakultät Engineering ein weitgereister Gast willkommen geheißen: Professor Rein Ruus von der TTK University of Applied Sciences (Tallinna Tehnikakõrgkool) durfte als Erasmus-Gast eine Woche lang einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen werfen.
  
Prof. Dr. Markus King, Prof. Rein Ruus und Patricia RiedingerNachdem Patricia Riedinger (Qualität in der Lehre) bereits im letzten Jahr in Tallinn zu Gast war, trat Professor Ruus den Gegenbesuch an und wurde von ihr und Prof. Dr. Markus King in dieser Zeit mit einem abwechslungsreichen Programm betreut.  Neben Vorlesungen und Übungen standen unter anderem eine Campusführung, die Besichtigung zentraler Einrichtungen (VR-Labor, Bibliothek) und eine Einweisung in besondere Lehr- und Lernmodelle der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (E-Learning, Betreutes Selbstlernen) auf dem Programm. Vor allem der Besuch beim ortsansässigen Weltmarktführer für Maschinennadeln, dem Konzern Groz-Beckert, hinterließ Eindruck bei Professor Ruus. Er habe angesichts des riesigen Fabrikgeländes und der beachtlichen Maschinen mit einem – Zitat – „größeren Produkt als winzigen Nadeln“ gerechnet. So viel Aufwand für eine kleine Sache zu betreiben, sei aber wohl „typisch deutsch“. In diesem Fall scheint der Aufwand angesichts eines Jahresumsatzes von knapp 600 Mio. Euro allerdings gerechtfertigt.
 
Zum Abschluss der Woche bekam Professor Ruus, der neben Estnisch und Russisch auch Deutsch spricht, die Gelegenheit, selbst eine Mathematikvorlesung zum Thema „Matrizen“ zu halten. Mit der Unterrichtsform hier betrat er nach eigener Aussage ungewohntes Terrain. An seiner Heimathochschule werden im Fach Mathematik anstelle von Vorlesungen überwiegend praktische Übungen angeboten. Es bleibt den Studenten selbst überlassen, sich die theoretischen Grundlagen anzueignen.
 
Nach einer ereignisreichen Woche fiel das Fazit auf beiden Seiten überaus positiv aus. Professor Ruus zeigte sich beeindruckt von der modernen Ausstattung der Hochschule und davon, wie offen und freundlich das Miteinander von Professoren, Studenten und Gästen auf dem Campus gelebt wird. Nur an eines wollte er sich partout nicht gewöhnen – die sommerlichen Temperaturen von bis zu 25 Grad. Verständlich, wenn man bedenkt, dass das Thermometer in Tallinn zu dieser Jahreszeit konstant unter 10° Celsius bleibt.
 

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Logo der TTK University of Applied Sciences in Tallinn
TTK University of Applied Sciences
(Tallinna Tehnikakõrgkool​)
 
Die TTK University of Applied Sciences, die am 9. November 2015 ihr hundertjähriges Bestehen feiert, liegt im Zentrum der estnischen Hauptstadt Tallinn an der Ostsee. Aktuell studieren dort 2760 Studenten an fünf Fakultäten und zwei Forschungszentren.  Die Struktur der Hochschule ist rund um die zentralen Fachbereiche Bauingenieurwesen und Maschinenbau gewachsen. Erst 2012 wurde eine eigenständige Fakultät für Bekleidung und Textil ins Leben gerufen. 
 Die TTK pflegt eine lange Tradition in der Sportart ‚Lebendschach‘ und richtet regelmäßig Turniere aus. Die Kostüme für die lebenden Schachfiguren werden vom Fachbereich Textil eigens entworfen und gefertigt.
 
Von 2014 bis 2020 nimmt die Hochschule Tallinn  am Mobilitätsprogramm Erasmus+ teil. Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit 62 Partnerhochschulen in 22 Ländern. Für Austauschstudenten aus Albstadt stehen in Tallinn pro Semester mindestens 5 Plätze zur Verfügung.​
 
 

 Bilder Prof. Rein Ruus