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Workcampteilnehmer aus aller Welt zu Besuch auf dem Campus Albstadt

 
 
Völkerverständigung am Tischkicker
 


Den Studenten und Mitarbeitern, die sich am 10. Juli auf dem Campus Albstadt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen aufhielten, bot sich eine ungewohnte akustische Kulisse. Vor Ort hatte sich eine bunt gemischte Gruppe von Studenten aus aller Herren Länder (u.a. den USA, verschiedenen Ländern Lateinamerikas, Russland, Armenien und Japan) eingefunden, um in einer Campusführung mit Dekan Prof. Dr. Illgner einen Eindruck von der Fakultät Engineering und ihren zentralen Einrichtungen zu gewinnen. Die 15-köpfige Gruppe absolviert vom 4. bis 25. Juli in Winterlingen ein sogenanntes „Workcamp“, einen Jugendfreiwilligendienst, der junge Menschen aus aller Welt zusammenführen und zum vorurteilsfreien Miteinander ermutigen soll. Organisiert werden Aufenthalt und gemeinnütziger Arbeitseinsatz vom Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V. (IBG), der dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum begeht. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den interkulturellen Austausch zu fördern und so einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Inzwischen finden jährlich etwa 45 Workcamps in Deutschland statt, und mehr als 300 Inländer reisen für einen Arbeitseinsatz quer durch Europa oder sogar nach Übersee. Das Angebot richtet sich primär an engagierte junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren.
 
Kaum war die Gruppe im Foyer des Maschinenbaugebäudes eingetroffen, herrschte an den beiden Kickern, die dort seit einiger Zeit aufgestellt sind, Hochbetrieb. Die Leidenschaft für den Tischfußball scheint offensichtlich allen Studenten, egal welcher Nationalität, gemein. Mit gelöster Stimmung ging es im Anschluss auf den gut zweistündigen Rundgang. Dass sich die Workcampteilnehmer ausnahmslos durch ein überdurchnittliches Maß an Interesse und Engagement auszeichnen, zeigte sich bei der Führung. Die jungen Studenten, die in ihren Ländern verschiedenste Fächer von Maschinenbau bis Psychologie studieren, waren voll bei der Sache und bekundeten ihr Interesse mit zahlreichen Nachfragen und Kommentaren.
 
Exemplarisch wurden ein Seminarraum und die Labore der verschiedenen Fachbereiche in Augenschein genommen. Im Studienbereich Maschinenbau stand zunächst das Virtual-Reality-Labor auf dem Programm. Im Labor für Antriebs- und Regelungstechnik erwartete die Studenten als Highlight anschließend das von Projektmitarbeiter Christopher Schneider vorgeführte autonom fahrende Auto, das Hindernisse über einen Sensor erkennt und selbständig umfährt. Die Begeisterung war groß, als das Projektauto tatsächlich vor den spontan in den Weg gestreckten Beinen zum Stehen kam und ein präzises Ausweichmanöver einleitete. Nicht minder positiv reagierten die Besucher auf die automatisierte Fertigungsstraße im Produktionstechnik-Labor des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen. Wie der Projektverantwortliche Florian Geiser anschaulich erläuterte, wird dort ein intelligenter Produktionsprozess erprobt, der dank Selbstdiagnose und Fertigungsprotokoll flexibel auf Unterbrechungen oder Störfälle im Ablauf reagieren kann. Hier steuert das Produkt den Produktionsablauf, nicht umgekehrt. Der Rundgang wurde nach fast zwei Stunden im Studiengang Textil- und Bekleidungstechnologie beschlossen. Wie bereits an den vorangegangenen Stationen, reagierten die Gäste auch auf das Fertigungslabor und das neu eingerichtete Chemie- und Textilprüflabor mit großem Interesse.
 
Die Studenten zeigten sich angesichts der hochmodernen und vielfältig einsetzbaren technischen Ausstattung beeindruckt. Im Gespräch verrieten sie, dass das Equipment an ihren Heimathochschulen oft unzureichend und zum Teil sehr veraltet sei. Mit Blick auf die herausragenden Möglichkeiten, die den Studenten an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen für ihre Ausbildung zur Verfügung stehen, war daher das einhellige Fazit: „This must be one of the best universities in Germany!“
 
 

 Bilder vom Rundgang