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Pharmatechnik
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25 Jahre PHT in Sigmaringen

 


 

 


Seit 25 Jahren lernen Studierende in Sigmaringen im Studiengang Pharmatechnik die vielfältigen Aufgaben kennen, die an Ingenieure in der Pharmaindustrie gestellt werden. Der Studiengang hat sich über die Jahre hervorragend entwickelt und seine Absolventinnen und Absolventen genießen einen hervorragenden Ruf in der Pharmaindustrie aber auch in Branchen, die eng mit der Pharmaindustrie zusammenarbeiten. Deshalb war das Festsymposium am 12.April 2013 zum 25 jährigen Bestehen des Studienganges auch eine Gelegenheit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche, Freunde, ehemalige und aktuell Lehrende, Alumni und den einen oder die andere Studierende zutreffen. In den Kaffee- und Imbisspausen hatten die mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer deshalb auch ausreichend Gelegenheit um sich an den Stehtischen vor den Hörsälen auszutauschen. Die vielen diskutierenden, lachenden und ins Gespräch vertieften Kleingruppen zeigten, dass zum einen die interessanten Vorträge aber auch 25 Jahre PHT Geschichte und persönliche Studien- und Berufserfahrungen  genügend Stoff zum Diskutieren und Erzählen boten.
Das kompakte Vortragsprogramm spiegelte das breite Aufgabenfeld und die laufenden Entwicklungen in der Pharmatechnik sehr gut wieder. Die Grußworte der Rektorin, Frau Dr. Ingeborg Mühldorfer und des Dekans der Fakultät Life Sciences, Prof. Dr. Andreas Schmidt,  spiegelten die Bedeutung des Studienganges für die Hochschule und die Region wieder. Der Rückblick von Prof. Dr. Lutz Ringwelski, dem „Gründungsrektor“ des Studienganges brachte interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Pharmatechnik Studienganges und sorgte bei manchen jüngeren Teilnehmern für echte Aha-Erlebnisse. Die Entwicklung von den Anfängen zu den heutigen Angeboten mit einem Pharmatechnikum, in dem Ausbildung in modernsten Produktionsreinräumen an GMP konformen Geräten aus der Pharmaproduktion möglich ist, war beeindruckend.
Ein rhetorisches Highlight bot  der Festvortrag von Prof. Dr. Sucharit Bakhdi, dem es gelang, allgemein als undankbar geltende Themen, wie Risikomanagement, Regularien und Statistik  unter dem Motto „ Risikowahrnehmung zwischen Wahn und Wirklichkeit“ mit Hilfe rhetorischer Fragen und anschaulicher Beispiele so fesselnd zu vermitteln, dass eine Stunde fast zu kurz war.  Dr. Udo J. Vetter, Geschäftsführer der Vetter Pharma  International GmbH, war als amtierender Hochschulrat und als Vertreter eines regionalen, im internationalen Wettbewerb sehr erfolgreichen Unternehmens der Pharmaindustrie  natürlich prädestiniert, in seinem Vortrag die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends, auf die sich die Pharmabranche und  damit natürlich auch die Hochschule mit ihren Studiengängen einstellen muss, fundiert und klar darzustellen. Es wurde deutlich, dass der Erfolg eines Pharmaunternehmens auf einem international vor allem durch den wachsenden Wettbewerb aus Asien geprägten Markt, nur durch Qualität, hohe Fachkompetenz, Schnelligkeit und Kundenorientierung erfolgreich bestanden werden kann.  Themen, an die Uwe Harbauer, Senior Vice President der Packaging Technologiesparte der Robert Bosch GmbH direkt anknüpfen konnte. Die enge Verzahnung von Pharmakompetenzen mit Kompetenzen des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik bilden die Basis für heutigen und zukünftigen Erfolg einer Pharmaindustrie, bei der schon ein einziges fehlerhaftes Produkt unter vielen Milliarden von Produkten im Einzelfall sehr ernste Konsequenzen für einen einzelnen Patienten haben kann. Diese Herausforderung benötigen technologische Spitzenleistungen im Maschinenbau mit Automatisierungslösungen, die Tag und Nacht in Produktionsreinräumen  sicher und zuverlässig gleichbleibende Qualität liefern.
Die Vorträge zeigten auch,  dass das PHT Curriculum mit seinen Studieninhalten aus den Bereichen Automatisierungstechnik, Fabrikplanung, Betriebstechnik  und Pharmazeutischer Technologie sowohl  die aktuellen als auch die zukünftigen Anforderungen der Pharmabranche adressiert ?ist. Die große Akzeptanz des PHT Studiums in der Branche und der individuelle Erfolg der Absolventinnen und Absolventen in ihrem Beruf bestätigen dies. Diesen Erfolg dokumentierte auch die beiden von der ISPE ausgezeichneten Preisträgerinnen Sarah Losert und Gülsen Nair. ISPE Vertreter Titus Kraus, Direktor Sales & Marketing bei der Systec&Services in Karlsruhe freute sich, zwei erfolgreiche PHT Absolventinnen für ihre Abschlussarbeiten mit dem Preis der International Society for Pharmaceutical Engineering (ISPE) auszuzeichnen.  Für die neu ins Amt gewählte Studiendekanin PHT, Frau Prof Dr. Christa Schröder ein guter Einstand und eine gute Gelegenheit, einen positiven Ausblick auf die Zukunft der Pharmatechik in Sigmaringen zu geben. Abgerundet wurde der Abend mit Realsatirischem – Erfahrungen eines Regierungsinspektors bei seinen Audits – die Dr. Michael Schmidt in unnachahmlicher Weise und gespickt mit humorvollen Details aus dem wahren Leben zum Besten gab.
Viele Eindrücke und viel Gesprächsstoff, die die Teilnehmer des Festsymposiums bei kulinarischen Genüssen und Jazzmusik von „Call me Heike“ noch einmal nachwirken lassen und genießen konnten.
Allgemeines Fazit: Eine gelungene Feier – Fortsetzung sehr erwünscht.