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Mehr Studenten denn je

 

Trotzdem: In Albstadt und Sigmaringen gibt es kein Wohnraum-Problem

Erstmals hat die Hochschule Albstadt-Sigmaringen mehr als 3000 Studenten. Während viele Großstädte über Wohnraumknappheit klagen, bekommen in Ebingen die Studenten problemlos ein Zimmer.

Albstadt. Student sucht Zimmer. Landauf, landab, haben vor allem die großen Universitätsstädte in Baden-Württemberg zu Beginn des Semesters Probleme, den Studenten egal ob privat oder durch das Studentenwerk Wohnraum zur Verfügung zu stellen. In Tübingen hat das Studentenwerk jüngst auf die hohe Anzahl der Erstsemester reagiert und Notunterkünfte geschaffen.

Auch an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist die Studentenzahl gestiegen: „Wir haben mehr Studenten denn je“, sagt Tamina Zilz, PR-Referentin der Hochschule. 729 junge Menschen haben zum Wintersemester ihr Studium begonnen. 420 in Albstadt, 309 in Sigmaringen. Damit steigt die Gesamtzahl der Studenten an der Hochschule im Wintersemester 2012/13 auf 3021. „Der doppelte Abiturjahrgang ist zwar zu spüren, aber es gibt kein Wohnraum-Problem.“ Albstadt und Sigmaringen haben den Vorteil, erklärt Tamina Zilz, dass die beiden Städte „kleine Studienstandorte sind und daher genügend Wohnraum für die Studenten haben“.

Die Kontakte bei der Hochschule laufen bei Elena Bock zusammen. Sie führt die Wohnungslisten für Albstadt und Sigmaringen. „Will jemand eine Wohnung vermieten, gibt er bei uns eine Anzeige auf“, erklärt Bock, die die Liste auch verwaltet. Alle Angebote sind auf der Internetseite der Hochschule zu finden. Bei Bedarf, so Bock, kann diese ausgedruckt werden. Das Angebot ist vielfältig. „Es gibt einzelne Zimmer, Zimmer in Wohngemeinschaften oder auch kleine Wohnungen“, informiert Bock.

Der 21-jährige Fabian Jaber hat das Problem mit dem knappen Wohnraum in den Universitätsstädten zwar mitbekommen, aber sich nicht näher damit beschäftigt. Der Student der Wirtschaftsinformatik wohnt in Balingen bei seinen Eltern und pendelt jeden Tag mit seinem eigenen Auto. „Eine WG wäre eine Option und in Ebingen auch schnell gefunden, aber da ich nur noch drei Semester studiere, lohnt sich das nicht mehr für mich.“

Julian Körner hat gerade angefangen, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Für den gebürtigen Heilbronner war von Anfang an klar, dass er sich in Ebingen eine Wohnung sucht. Über das Internet hat er sich auf verschiedenen Portalen drei ausgesucht und auch besichtigt. „Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft zu bekommen oder ein einzelnes Zimmer ist in der Kernstadt, wie auch in den Teilorten gar kein Problem.“

Trotz der vielen privaten Wohnungssuchenden und der zahlreichen Pendler ist auch das Ebinger Wohnheim gefragt. Benjamin Rein vom Studentenwerk Tübingen-Hohenheim informiert, dass es am Standort Albstadt zum Wintersemester 2012/13 insgesamt 168 Bewerbungen gab und 51 Zimmer neu vermietet wurden. Auch wenn die Studentenzahlen weiter steigen. Benjamin Rein bereitet dies im Fall von Albstadt noch keine Sorgen: Die Stadt ist ein Hochschulstandort, in der der private Wohnungsmarkt nicht sehr angespannt ist und es im allgemeinen kostengünstigen Wohnraum für Studierende gibt.

Kurz gesagt: Im vergangenen Wintersemester hatte Albstadt ähnliche Bewerberzahlen für das Wohnheim, die sich im Bezug auf die Jahre zuvor (Wintersemester 2010/11) verdoppelt haben. Jedoch, betont Benjamin Rein, sei dem Studentenwerk keine ernsthafte Notsituation bekannt, wo ein Studierender ohne Bleibe ist.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier, Sa. 20.10.2012, NILS HORST