Pressemitteilung

Hochschule verleiht Titel des Ehrensenators an Udo J. Vetter

Am Montag hat die Hochschule beim diesjährigen Sommerempfang den bestehenden Hochschulrat verabschiedet. In diesem Rahmen hat sie dem langjährigen Hochschulratsmitglied Udo J. Vetter den Titel des Ehrensenators verliehen. Vetter war seit 2000 Mitglied des Hochschulrats und hatte seit 2006 den Vorsitz inne. Der Titel des Ehrensenators wurde von der Hochschule zuletzt vor 25 Jahren verliehen.

„Udo J. Vetter ist seit Beginn des Hochschulrats in diesem aktiv gewesen, zuerst als Mitglied, sechs Jahre später übernahm er den Vorsitz und hat dieses Amt bis heute inne“, macht Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer deutlich. In dieser Zeit habe er die Hochschule aktiv mitgestaltet und zu ihrem heutigen Profil beigetragen, so die Rektorin. Für dieses „unermüdliche Engagement“ und die „herausragende Arbeit“ wolle die Hochschule ihm danken und vergebe den Titel des Ehrensenators.

Angesprochen habe ihn 2000 der ehemalige Rektor und ihn gebeten, in das neu zu gründende Gremium Hochschulrat einzutreten. „Wir hatten damals bereits viele Studierende der Hochschule als Pharmaingenieure“, sagt Vetter. „Dies ist bis heute so geblieben – aktuell beschäftigen wir über 50 Mitarbeiter mit einem Abschluss der dortigen Hochschule“. Im Sinne der Kooperation von Unternehmen mit der regionalen Hochschullandschaft habe er es als „Win-Win-Situation“ erachtet, sich im Hochschulrat zu engagieren.

Während der erste Hochschulrat noch mehrheitlich mit Hochschulangehörigen besetzt gewesen sei, habe der zweite Hochschulrat ab 2006 eine Mehrheit an externen Vertretern gehabt. Dadurch sei es mit Hilfe des Gremiums möglich gewesen, „die Dinge zu berücksichtigen, die die Wirtschaft braucht und von einer Hochschule einfordert“, so Vetter.

Die Aufgabe des Hochschulrats sieht Vetter dabei darin, „die Balance zwischen Rektorat, Senat und der Freiheit von Forschung und Lehre positiv zu fördern und sicherzustellen, dass am Ende etwas raus kommt, das die Wirtschaft braucht“.

Der Auftrag sei gewesen, eine straffere Organisation zu ermöglichen. „Damit konnte man die Hochschule fokussieren“, erklärt Vetter. Einige Themen die im Laufe seiner Amtszeit intensiv abgearbeitet worden seien, seien das Qualitätsmanagement und die Standards in der Lehre, eine zusätzliche Fokussierung auf Forschungsprojekte und Drittmittelgewinnung, der Abbau des Berufungsstaus und eine fokussierte Ausrichtung auf die Themen der Zeit, wie Digitalisierung, Transparenz und Automatisierung. „Der Hochschulrat ist dabei eine wichtige Stütze des Rektorats, um gegen Partialinteressen die Hochschule operativ nach vorne zu bringen“, ist Vetter überzeugt. Eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften müsse Impulse aus der Wirtschaft bekommen und umgekehrt könne sich die Wirtschaft an den Ergebnissen aus den Hochschulen kontinuierlich neu ausrichten.

Unter dem Gesichtspunkt des „großen Demografielochs“ ist Vetter überzeugt, dass nur noch die „fokussierten Hochschulen überleben“. „Unternehmer engagieren sich im Hochschulrat weil sie die Relevanz der Hochschule für die Region und Gesellschaft anerkennen“, so Vetter. Zu einer zu kurzen Amtszeit rät Vetter dabei allerdings nicht, da man ein vertieftes Verständnis der Hochschule, ihrer Strukturen und Sprache benötige: „eine Legislaturperiode braucht es, bis man die Termini drin hat“. Ein Engagement, das sich aber lohne. „Die Hochschule ist heute eine andere als früher, da sie durch ihre Nähe zur Wirtschaft ihren Teil in der Gesellschaft spielen kann und nicht – wie früher – auf der Seite steht.“


Über Udo J. Vetter
Udo J. Vetter studierte klinische Pharmazie an der Universität von Seattle. Nach Abschluss seiner Hochschulausbildung arbeitete er fünf Jahre beim Pharma-Unternehmen Schering-Plough Corp. (heute Merck & Co Inc.) als Apotheker/Engineer und baute Fertigungsstätten in Puerto Rico auf. Anschließend war er Vizepräsident für Lizensierung und Produktion in der Martec Inc., USA und Präsident der Vetter Pharma-Turm Inc., USA. Seit 1987 ist er in verschiedenen Führungspositionen bei Vetter tätig. Seit 2008 ist Udo J. Vetter Vorsitzender des Beirats und Vertreter der Gesellschafterfamilie. Bereits 2003 gründete er die Beteiligungsgesellschaft UV-Cap, deren Geschäftsführer er ist. Er sitzt in den Aufsichtsräten der Gerresheimer AG und des Expertenverbands ISPE (International Society of Pharmaceutical Engineering). An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist er Hochschulratsvorsitzender und seit 2012 ist er Vizepräsident von European Family Businesses (EFB) sowie der Familienunternehmer Deutschlands (Die Familienunternehmer).