Pressemitteilung

„Es war uns eine Ehre“ - Der Sommerempfang der Hochschule

Am Montag hat die Hochschule Albstadt-Sigmaringen den Sommerempfang 2018 gefeiert. Dabei standen die Ehrung langjähriger Engagements sowie die enge Verzahnung von Hochschule und Wirtschaft im Fokus. Die Festrede hielt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg.

„Mit dem heutigen Sommerempfang wollen wir Menschen ehren“, machte Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer in ihrer Begrüßungsansprache deutlich, „Menschen, die sich um die Hochschule verdient gemacht haben“. Im Zentrum stand dabei die Verabschiedung des ausscheidenden Hochschulrats, der wichtige Impulse aus Wirtschaft und Gesellschaft in die Hochschule trage.

Die Bedeutung der regionalen Wirtschaft betonte auch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL in ihrer Festrede. Zu den wertvollen Eigenschaften, die Baden-Württemberg auf der Haben-Seite verbuchen könne, gehöre die Wirtschaftsstärke in der Fläche, so die Ministerin: „Nicht zum überwiegenden Teil in einem großen Zentrum, sondern tatsächlich in den Regionen wird unser Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet.“ Ein wichtiger Grund dafür liege nicht zuletzt in der vielfältigen und ebenfalls in der Fläche starken Hochschullandschaft, von der gerade auch mittelständische Unternehmen profitierten. „Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist dafür ein hervorragendes Beispiel: Ihre Ausrichtung in Forschung und Lehre mit den Schwerpunkten Entrepreneurship und Digitalisierung adressiert genau die Herausforderungen, die für die Zukunft unserer heimischen Wirtschaft relevant sind“, so die Ministerin. Auch dass die Hochschule das vom Wirtschaftsministerium geförderte „DigitalHub Neckar-Alb und Sigmaringen“ als Partner unterstütze, zeige, dass die Hochschule hervorragend für die Zukunft aufgestellt sei.

Generell sei man als Hochschulen für Angewandte Wissenschaften immer offen für die Zusammenarbeit mit industriellen Partnern, erklärte Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer in ihrer Ansprache. Industrielle und akademische Wissenschaft unterlägen demselben Ethos der Verpflichtung zur Wahrheitsfindung. Der Unterschied liege vornehmlich in der stärker produktgerichteten Zielorientierung der industriellen Forschungsgebiete. Der Blick in die Geschichte der Naturwissenschaft zeige, dass wissenschaftliche Erkenntnisse immer als Grundlage für technische Erfindungen verwendet wurden, die der Erleichterung des Lebens von Menschen dienen. „Das macht den Menschen aus und das ist angewandte Wissenschaft“. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften bekenne man sich dazu und wolle auch die Verantwortung für die Region wahrnehmen – einerseits durch die Heranbildung von Absolventen als künftige Fachkräfte und andererseits durch kooperative Projekte mit industriellen Partnern.
Zur Stärkung dieser Kooperation habe man im Jahr 2000 einen Hochschulrat als neues Gremium mit internen und externen Mitgliedern eingeführt. Auch wenn man bereits damals Kooperationen mit der Wirtschaft gepflegt habe, sei das Gremium, das die Entwicklung, Implementierung und Überwachung der Hochschulstrategie konstruktiv und kritisch begleiten solle, für alle Beteiligten etwas Neues gewesen. „Es brauchte damals offene, mutige Menschen mit viel Fingerspitzengefühl, die sich dazu bereit erklärten, als externe Mitglieder dem Hochschulrat beizutreten“, so Mühldorfer. „Sie mussten offen für die von der Wissenschaftsfreiheit geprägten Menschen in der Hochschule sein, mussten eine Wertschätzung für die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft haben und den Willen, dazu beizutragen, die Hochschule noch fester in der Region zu verankern und mit der regionalen Wirtschaft zu vernetzen.“ Heute sei ein mehrheitlich externer Hochschulrat ein „stabil integriertes, hochgeschätztes und nicht mehr wegzudenkendes Gremium“.

Ehrung und Verabschiedung des Hochschulrats

Für ihre langjährige Arbeit wurden die internen und externen Mitglieder des ausscheidenden Hochschulrats im Anschluss geehrt. Eine Ehrung erhielten Dr. Thomas Lindner von der Groz-Beckert KG, Ursula Maier von der UM Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Prof. Dr. Hermann Mettler von der Hochschule Rapperswil sowie die beiden „Mitglieder der ersten Stunde“ Dr. Sophie Schwörer von der SchwörerHaus KG und Udo. J. Vetter von der Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG sowie die Professoren Barbara Puscher, Dr. Volker Riethmüller und Dr. Jonas Rossmanith als hochschulinterne Mitglieder. Im Amt bleibend wurde die Arbeit von Professorin Dr. Ute Matecki gewürdigt. Der Hochschulratsvorsitzende Udo. J. Vetter wurde außerdem noch für seine „außerordentlichen Verdienste“ mit dem Ehrensenator-Titel ausgezeichnet.

Begrüßung des neuen Hochschulrats

Neu im Hochschulrat begrüßt wurden Prof. Dr. Hugo Hämmerle von der NMI Reutlingen, Susana Martin de Vidales von der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Bernd Schatz von der Gühring KG, Bernd Stauß von der Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG und Andrea Verpoorten vom  Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.. Als neue hochschulinterne Mitglieder des Hochschulrats wurden Prof. Dr. Sven Gerhards, Prof. Dr. Dieter Stoll und Professorin Dr. Jessica Rövekamp begrüßt.

Verabschiedung von Professoren in den Ruhestand  

Neben dem Hochschulrat wurden zwei Professoren in den Ruhestand verabschiedet, die durch ihr jahrelanges Engagement wesentlich zum Erfolg der Hochschule beigetragen hatten. Prof. Dr. Holger Möller, Professor für Informationstechnik im Maschinenbau, Maschinensteuerungen, rechnergestützte Messtechnik aus der Fakultät Engineering in Albstadt war seit Februar 1994 an der Hochschule. Zuvor arbeitete der studierte Elektrotechniker als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart und als Leiter für Steuerungstechnik und technische Software in der Industrie. Zu seinen Ämtern zählten die Leitung des Instituts für Angewandte Forschung, seine Mitgliedschaft im Forschungsrat und in vielen Gremien wie Zulassungs- und Auswahlkommissionen sowie seine Tätigkeit als Prodekan und Studiendekan Maschinenbau. Prof. Dr. Volker Riethmüller, Professor für Mikrobiologie und Qualitätssicherung an der Fakultät Life Sciences war seit 27 Jahren an der Hochschule. Der studierte Mediziner promovierte nach seinem Wehrdienst an der Universität Tübingen und war bis Dezember 1990 beim Medizinischen Landesuntersuchungsamt Stuttgart tätig. Während seiner Arbeit an der Hochschule war er unter anderem mehrere Jahre Dekan der Fakultät Life Sciences, Vertreter der Hochschule beim Studentenwerk und Mitglied in vielen Gremien wie dem Hochschulrat und dem Senat.

Studierende ausgezeichnet

Mit einem Preis der Fürst-Carl-Stiftung wurde das Engagement von neun Studierenden der Hochschule geehrt. Benjamin Baser, Bertrand Bazie, Nadine Hübner, Marvin Hrazdira und Mario Mamic aus dem dritten Semester Facility and Process Design erhielten einen Preis für ihr studentisches Forschungsprojekt „Geschäftsmodellierung für das Superfood Moringa“. Als Bildungsausländer erhielten Zaher Al-Khaleefy aus dem zweiten Semester Pharmatechnik und Letizia Crepaz aus dem siebten Semester Lebensmittel, Ernährung, Hygiene einen Preis. Fabian Friedl aus dem vierten Semester Betriebswirtschaftslehre und Lisa Kräutle aus dem siebten Semester Lebensmittel, Ernährung, Hygiene wurden für ihr soziales ehrenamtliches Engagement im Kreis Sigmaringen ausgezeichnet.
Die Philipp-Matthäus-Hahn-Stiftung in Albstadt verlieh eine Auszeichnung an sechs Studierende aus dem Zollern-Alb-Kreis. Sascha Lanzinger und Michael Veser aus dem fünften Semester IT Security erhielten einen Preis für ihr Forschungsprojekt „InMoov“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Alex Pangui Takoudjou aus Kamerun im fünften Semester Wirtschaftsinformatik. Einen Preis für ihre Bachelorthesis bei einer Firma im Zollernalbkreis erhielten Miriam Breda (ESGE Textilwerk Maag GmbH & Co.KG) und Moritz Roller (Gühring KG). Für sein soziales ehrenamtliches Engagement im Zollern-Alb-Kreis wurde außerdem Joel Eichberger geehrt.

Vorstellung von Studierendenprojekten – Future City Sigmaringen

Die Hochschule ist stolz auf eine Vielzahl von innovativen Studierendenprojekten. Um diese in den Fokus zu rücken, wird zukünftig an jedem Sommerempfang ein Studierendenprojekt am jeweiligen Standort präsentiert. Den Auftakt machten Studierende des Master-Studiengangs Betriebswirtschaft und Management mit ihrer Projektarbeit „Future City Sigmaringen“. In einer Machbarkeitsstudie haben die Studierenden verschiedene Modelle einer Zukunftsstadt auf dem InnoCamp Gelände analysiert und bewertet. Grundlage der Untersuchung war eine Befragung von Bevölkerung, Professoren, Stadt und Unternehmen.


Mit den Worten „Es war uns eine Ehre“ schloss Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer den offiziellen Teil der Veranstaltung. Für das leibliche Wohl im Rahmen des Sommerempfangs sorgte die Hochschule im Anschluss bei einem kleinen Imbiss. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von der Band Jazzmatics. Für Erfrischung sorgte der eigens vorgefahrene Eiswagen.