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27.09.2011

Fünf Millionen für Großprojekt Open C³S

 

Balingen - Jetzt ist es offiziell: Rund fünf Millionen Euro fließen bis 2015 aus dem Bund-Länder-Programm „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ in das ambitionierte Großprojekt „Open C³S“. Dahinter stecken innovative Aus- und Weiterbildungskonzepte, die für dringend benötigte Fachkräfte im IT-Bereich sorgen sollen.

IT-Verantwortliche und Sicherheitsexperten stehen angesichts neuer Bedrohungen für digitale Daten vor immer größeren Herausforderungen. Der Aus- und Fortbildungsbedarf auf diesem Gebiet ist extrem hoch, passende Angebote auf akademischer Ebene fehlen aber noch. Open C³S steht für Open Competence Center for Cyber Security. Unter diesem Titel arbeiten die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Ruhr-Universität Bochum, die Freie Universität Berlin, die Hochschule Offenburg, die Hochschule Darmstadt und die Technische Universität Darmstadt nun im Verbund zusammen, um geeignete Angebote für Unternehmen und Behörden zu entwickeln.

Ziel der Verbundpartner ist es, Forschungswissen aus relevanten IT-Bereichen möglichst schnell in die Praxis zu übertragen und passende Studienprogramme über eine Weiterbildungsplattform anzubieten. Zur Zielgruppe gehören vor allem Berufstätige, die die formalen Voraussetzungen für ein Studium nicht erfüllen oder erschwerte Voraussetzungen für ein Studium haben, beispielsweise wegen familiärer Pflichten. Das Konzept verfolgt das angelsächsische Modell einer offenen Hochschule, die keine starren Aufnahmekriterien hat. Möglichst viele Menschen mit beruflichen Vorkenntnissen sollen erreicht werden. „Die deutsche Hochschullandschaft muss sich angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels verändern und offen für neue Zielgruppen werden. Das Projekt Open C³S verfolgt innovative Ideen für lebenslanges wissenschaftliches Lernen“, sagt Professor Dr. Günter Rexer, Rektor der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Jeder Verbundpartner bringt seine spezifischen Kompetenzen ein, außerdem sind Unternehmen und Behörden aus den passenden Branchen beteiligt. Am Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in Balingen wird das Großvorhaben koordiniert, das aus sechs verschiedenen Teilen besteht.

Das erste Projekt zielt darauf ab, geeignete Berufspraktiker ohne Hochschulzugangsberechtigung durch ein individuelles Förderprogramm fit für ein Studium zu machen. In einem weiteren Projekt werden erste Verfahren zur Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kenntnisse weiterentwickelt und mit Blick auf die geplanten Studiengänge zugeschnitten. Neben dem berufsbegleitenden Bachelorstudiengang IT-Sicherheit (drittes Projekt) soll der berufsbegleitende Masterstudiengang IT-Compliance, eFraud und eDiscovery entwickelt werden, der Informatik, BWL und Jura miteinander verknüpft (viertes Projekt).

Es muss aber nicht immer gleich ein ganzes Studium sein. Viele Unternehmen und Einrichtungen haben Bedarf an einzelnen Studienmodulen, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Deshalb entstehen auch berufsbegleitende Zertifikatsangebote (fünftes Projekt). Ziel ist es, alle Programme des Verbunds am Ende aus einer Hand anzubieten. Das Open Competence Center for Cyber Security soll im Rahmen des sechsten Projekts als zentrale Vermittlungsplattform für akademisch fundierte Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich Cyber Security aufgebaut werden. Vorhandene Angebote werden dabei integriert und die verschiedenen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung miteinander vernetzt.

Die Förderung des Verbundprojekts Open C³S läuft zunächst bis 2015, danach ist eine Anschlussförderung vorgesehen. Der von Bund und Ländern ausgeschriebene Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ läuft bis 2020. Bis dahin fließen 250 Millionen Euro in innovative, nachfrageorientierte und nachhaltige Konzepte von Hochschulen. 

Weitere Infos zum Wettbewerb unter www.wettbewerb-offene-hochschulen-bmbf.de

 
 
 
 
Autorin:
Tamina Zilz
 
PR-Referentin
 
Telefon: 07571 / 732-8291

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