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Anleitung zum Energiesparen

WIN-Forschungsgruppe hilft Stadtplanern und Häuslebauern bei ihren Entscheidungen

Wer den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß nachhaltig senken will, braucht „Werkzeuge“. Ein Forschungsteam des Albstädter Studiengangs Wirtschaftsinformatik (WIN) arbeitet daran, diese zu liefern.

 

 

Albstadt. Im laufenden Sommersemester verzeichnet die Albstädter Wirtschaftsinformatik mit 29 Neulingen einen Rekord, was die Zahl der Studienanfänger seit 2003 angeht. Doch es gibt einen weiteren Grund für die Hochstimmung im Studiengang: Professor Dr. German Nemirovskij, Studiendekan und seit 2004 an der Hochschule in Albstadt, ist es gelungen, ein prestigeträchtiges Forschungsprojekt (SEMANCO) und Mittel in Höhe von 250 000 Euro für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen an Land zu ziehen. <weiterlesen>

Veröffentlicht im April 2012 

 

 


 

Die nächste Generation der Suchmachinen

 

Betreuer: Prof. Dr. German Nemirovskij

Herr Peter Bugiel berichtet über seinen Aufenthalt in Kanada und den Besuch der Konferenz "E-Learn 2007 - World Conference on E-Learning in Corporate, Government, Healthcare, and Higher Education". Warum er so begeistert ist und es jedem Studenten nur weiterempfehlen kann verrät er im Gespräch mit Irena Zenunovic.

IZ: Herr Bugiel, wie sind Sie dazu gekommen, an dieser Konferenz teilzunehmen?

PB: Ich habe mich letztes Jahr an dem Projekt SWAPS (Semantic Web Approach for the Personalisation of Study) beteiligt. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, das unter Leitung von Herrn Nemirovskij letztes Jahr gestartet worden ist. Es geht darum eine Software zu entwickeln, die die Suche im Internet verbessern und den Suchalgorithmus intelligenter gestalten soll.

IZ: Internet-Suchprozeduren gibt es doch schon reichlich!

PB: Dieses Programm soll nicht wie andere Suchmaschinen ausschließlich nach Begriffen und Schlagworten suchen, sondern auch in der Lage sein den Kontext zu verstehen und auch bei nicht Übereinstimmung mit den Suchbegriffen, den richtigen Inhalt zu diesen liefern können.
Es soll den Professoren und Mitarbeitern von Hochschulen ermöglichen, nach verschiedenen Modulen und Studienprogrammen von verschiedenen Hochschulen zu suchen und diese ggf. auch miteinander vergleichen zu können.

 

IZ: Und wann ist es fertig?

PB: Ende Januar 2008, als ich das Projekt verließ, war es bereits soweit, dass schon verschiedene Komponenten vorhanden waren, aber die geplante Suche an sich noch nicht möglich war. Die Software war immer noch in einem relativ rohen Zustand und die Fertigstellung schwer vorherzusagen.

IZ: Was haben Sie zum Projekterfolg beigetragen?

PB: Gemeinsam mit Herr Nemirovskij habe ich letztes Jahr im August ein „Paper“ zum Projekt SWAPS veröffentlicht, das uns dann die Teilnahme an der Konferenz „E-Learn 2007 - World Conference on E-Learning in Corporate, Government, Healthcare, and Higher Education“ in Québec ermöglichte. Zu dieser Konferenz wurden nur Teilnehmer eingeladen, die ein „Paper“ veröffentlicht haben, das den Standards und dem Thema dieser Konferenz entsprach. Nach kurzer Zeit bekamen wir eine Einladung und Herr Nemirovskij entschied, dass einer von uns die Gelegenheit nutzen sollte, an diesem internationalen Treffen teilzunehmen.

IZ: Warum ausgerechnet Sie?

PB: Das Ziel von Herr Nemirovskij ist es, immer wieder einen anderen Studenten an so einer Veranstaltung teilnehmen zu lassen. Bevor ich nach Kanada geflogen bin, ist Herr Nemirovskij mit einer anderen Studentin Sandra Rapp nach Montreal geflogen, um auch dort das laufende Projekt vorzustellen. Als die Einladung zu dieser Konferenz kam, kam ich deshalb in Frage, weil ich aktiv bei der Ausarbeitung des Papers mitgewirkt habe.

IZ: Haben Sie viel von Québec gesehen?

PB: Als ich am Freitagnachmittag den 12. Oktober 2007 in Québec ankam, checkte ich erst mal im Hotel ein und nutzte die folgenden Tage um mich vom Flug auszuruhen und mich ein bißchen zu orientieren. Da am Montag die Konferenz bereits begann, hatte ich auch zu nicht viel mehr Zeit.

IZ: Wie war der Ablauf der Konferenz?

PB: Das Ganze fand im Hilton Hotel in Québec City statt. Nachdem ich mich angemeldet habe, bekam ich ein Veranstaltungsprogramm in die Hand und musste mich selbst organisieren. Jeden Tag fanden verschiedene Präsentationen zu den unterschiedlichsten Aspekten des E-Learning statt. Mein Ziel war es nur die Präsentationen zu besuchen, die auch für unser Projekt relevant waren. Ich glaube, ich war einer der jüngsten Teilnehmer an dieser Konferenz. Insgesamt waren sehr viele Asiaten, Amerikaner und Inder vertreten aber auch einige Deutsche. Im Allgemeinen nahmen überwiegend Lehrer und Professoren teil.

IZ: Welche Präsentationen haben Sie denn besucht?

PB: Insgesamt habe ich fünf Präsentationen besucht. Die interessanteste Präsentation, die ich unbedingt besuchen wollte, über virtuellen Geschichtsunterricht, ist leider ausgefallen. An eine besondere Veranstaltung kann ich mich noch erinnern, weil diese ähnlich zu unserem Projekt war. Dabei ging es um die Suche nach Studienprogrammen. Im Anschluss darauf habe ich mich sofort mit Herr Nemirovskij in Verbindung gesetzt und ihn über den Vortrag in Kenntnis gesetzt. Doch klärte er mich sofort auf, dass er bereits mit diesem Referenten in Kontakt stand und sich bereits mehrmals mit diesem getroffen hatte.
Außerdem besuchte ich noch eine Veranstaltung zum Thema Suchhilfen und Hilfsmittel d.h. wie man richtig im Internet recherchiert und welche Hilfsmittel es dazu gibt. Generell muss ich sagen, dass das Angebot sehr vielschichtig und lehrreich war.

IZ: Was war Ihr Ziel in Québec?

PB: Mein Ziel war es, neue Kooperationspartner für unser Hochschulprojekt zu finden. Dafür habe ich dort auch einen Vortrag über unser Projekt und unsere Ziele gehalten. Das Interesse war sehr groß, das konnte ich an der hohen Besucherzahl erkennen. Nach meinem Vortrag kam auch ein potenzieller Kooperationspartner von einer kanadischen Firma auf mich zu und zeigte großes Interesse. Schnell stellte sich aber heraus, dass wir mit diesem Partner nicht kooperieren können, da wir nur befugt sind mit europäischen Firmen zusammenzuarbeiten. Leider ist der Kontakt zu diesem Partner auch nicht intensiviert worden.

IZ: Wie war Ihr Eindruck von Kanada bzw. Québec generell?

PB: Québec ist sehr wohlhabend. An einem Tag habe ich an der „Countryside Charms Tour“ teilgenommen. Dabei hat uns auch der Reiseführer bestätigt, dass das Land wirtschaftlich sehr erfolgreich ist.

IZ: Wie lautet Ihr Fazit über die Reise und die Möglichkeit die Ihnen geboten wurde?

PB: Mein Fazit ist extrem positiv. Mir ist klar geworden, welche Möglichkeiten und Chancen wir als Studierende haben. Junge Studenten habe die Möglichkeit an solchen internationalen Treffen teilzunehmen, Erfahrungen zu sammeln und neue Länder kennenzulernen. Für mich war das mein erster Besuch in Kanada und ich würde es jedem empfehlen, diese Chance, wenn sie ihm geboten wird, zu nutzen. Werden uns neue Wege geöffnet, sollten wir diese auch nach Möglichkeit beschreiten.