Innovative Ansätze zur Analytik und Vermeidung allergener Kreuzkontaminationen in der Gewürzverarbeitung
Versteckte Allergene in Lebensmitteln stellen für Nahrungsmittelallergiker ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar. Bereits geringe Mengen allergener Lebensmittelbestandteile können anaphylaktische Reaktionen mit möglicherweise tödlichem Verlauf auslösen. Vor allem im Bereich der Gewürzverarbeitung besteht eine sehr grosses Risiko für Kreuzkontaminationen mit potentiell allergenen Bestandteilen (z.B. Soja, Sellerie, Senf). Im Rahmen des Forschungsprojekts AllerGen sollen grundlegend offene Fragestellungen zur Allergenanalytik und betrieblichen Allergenkontrollen im Gewürzbereich geklärt werden. Am Projekt beteiligt sind die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen, sowie 5 Industriepartner (Spices and More GmbH, CONGEN Biotechnologie GmbH, Rubinmühle GmbH, Schumann & Sohn GmbH, Metro Group Buying International). Durch die Kooperation der Hochschule mit Partnern aus dem Bereich der Lebensmittelindustrie, der Lebensmittelüberwachung und der Allergenanalytik ist der Bezug zum Verbraucherschutz und industrierelevanten Fragestellungen sichergestellt. Das Forschungsprojekt AllerGen wird vom Förderprogramm FHprofUND des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über drei Jahre mit insgesamt 670.000 Euro gefördert.
Schwerpunkt Hochschule Albstadt-Sigmaringen: Nukleinsäurebasierte Allergenanalytik
An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen werden in diesem Forschungsprojekt die Verbesserung der Nukleinsäureisolierung, die Etablierung sensitiver Real-time PCR Nachweissysteme (z.B. über extrachromosomale DNA), der Einfluss der Prozessierung/Lebensmittelmatrix, die Herstellung von Vergleichsmaterial für die Allergenanalytik sowie die Quantifizierung der Nukleinsäuren bearbeitet. Unterstützt wird das Forschungsprojekt durch eine große Anzahl an internen und externen Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten.