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Facility Management
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Professionelle Gebäude-Thermografie im praktischen Einsatz

 


​Die Thermografiekamera im Praktikumsversuch
 

Studierende führen eine Luftdichtheitsanalyse im Praktikum durch
 

Wärmebild der Luftdichtheitsanalyse

Die Bauphysik spielt eine entscheidende Rolle im Studiengang Facility Management. Die steigenden Anforderungen beim Wärmeschutz von Gebäuden erfordern, dass bauphysikalische Überlegungen verstärkt in die Gebäudeplanung und Gebäudesanierung mit einbezogen werden. Eine Vielzahl technischer Regelwerke, Normen und Gesetze beinhaltet dabei bauphysikalische Fragestellungen und Festlegungen. Diese werden im Rahmen der Vorlesung „Physik für Facility Management“ behandelt und im dazugehörigen Praktikum konkret überprüft und analysiert.
Thermografische Gebäudeuntersuchungen mit einer Wärmebildkamera stellen dabei einen Kernbereich zur Überprüfung des Wärmeschutzes und zur Ermittlung von Wärmebrücken dar. Die Infrarot-Thermografie ist ein kontaktloses und visualisierendes Temperaturmessverfahren zur Anzeige der Oberflächentemperatur von Objekten. Dabei wird die Intensität der Infrarotstrahlung, die von einem Punkt ausgeht, als Maß für dessen Temperatur gedeutet. Durch die Abbildung unterschiedlicher Oberflächentemperaturen ist es somit möglich z.B. die energetische Qualität von Gebäudehüllen zu analysieren, Energieverluste sichtbar zu machen, fehlende oder fehlerhafte Dämmung zu identifizieren oder den Ursprung von Luftundichtigkeiten zu orten.

Der Studiengang Facility Management stellt im Rahmen der Lehrveranstaltung „Physik für Facility Management“ bei Prof’in Dr. Astrid Klingshirn mit der Neuanschaffung einer hochauflösenden Thermografiekamera für den mobilen Einsatz zum Sommersemester 2016 sicher, dass die Ausbildung der Studierenden auf dem Stand der Technik gewährleistet und der reale Praxisbezug im Studium verankert ist. Ihre ersten, direkten Erfahrungen zur Beurteilung von Gebäuden, machen die Studierenden durch das fachübergreifende Praktikum, das von der akademischen Mitarbeiterin Elke Konday geleitet wird. Dabei widmet sich eine Praktikumseinheit vollkommen der Detailanalyse von Gebäudehüllen mittels thermografischer Aufnahmen. Ebenso im Rahmen der Praktikumseinheit „Differenzdruckverfahren“, auch bekannt als „Blower-Door-Test“, wird die Thermografie als wichtiges Analysetool zur Identifikation von Undichtigkeiten der Gebäudehülle genutzt. Aufgrund des von Elke Konday in einem Weiterbildungsseminar erworbenen TÜV Sachkundenachweises "Bauthermografie" steht zudem auch das Know-how für komplexe Fragestellungen zur Verfügung.
Die eingesetzte Thermografiekamera verfügt über einen 640 x 480 Pixel-Detektor mit 307.200 Messpunkten, so dass Objekte in sehr hoher Bildqualität klar und präzise detektiert werden können. Die thermische Empfindlichkeit liegt bei < 40 mK – so können auch kleinste Temperaturdifferenzen aufgelöst und als Messwert dargestellt werden.
Das 42°-Weitwinkel-Objektiv bietet ein sehr großes Sichtfeld und ermöglicht damit die Aufnahme großer Bildausschnitte, was für großflächige Aufnahmen von Gebäudehüllen von Vorteil ist. Das 15° x 11°-Teleobjektiv gibt die Möglichkeit, kleine Details auch aus größerer Entfernung, insbesondere in Bereichen, die nur schwer zugänglich sind, zu analysieren. Die Bedienung über Joystick und Touch-Panel erleichtert die Einarbeitung und den Umgang im Praktikumsbetrieb.
Autor: Prof. Dr. Astrid Klingshirn
Bilder: Hochschule
 
 
 
 
Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. Markus Lehmann
 
Studiendekan FM 
 
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