Maschinenbau-Absolventen bringen nach 13 Jahren erstmals wieder eine Messingplatte an
Albstadt/Sigmaringen. Eine alte Tradition ist nach knapp 13 Jahren am Campus Albstadt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wiederbelebt worden: Der Abschlussjahrgang 2025 des Bachelorstudiengangs Maschinenbau hat eine Messingplatte mit Hochschullogo und Namen am Treppenaufgang zum Gebäude an der Jakobstraße angebracht. Dort ist sie nun die Nummer 35 in der Reihe und knüpft an den langjährigen Brauch im Maschinenbau an, die Namen der Absolventinnen und Absolventen für alle sichtbar im Zugangsbereich zum Campus zu verewigen.
Für Christopher Hajdu, der die Aktion gemeinsam mit seinem Kommilitonen Christian Himmer federführend organisiert hat, war schon zu Studienbeginn klar: „So eine Platte möchte ich auch unbedingt machen.“ Nach ihrem Abschluss recherchierten die beiden die Kontaktdaten aller Absolventen, holten Angebote für Platte und Lackierarbeiten ein und stimmten sich mit dem Laboringenieur ab, der Logo und Namen in der hauseigenen Maschinenhalle in die Platte fräste.
Für Christian Himmer war es selbstverständlich, sich neben dem inzwischen begonnenen Masterstudium in dem Projekt zu engagieren: „Die Idee, damit Wertschätzung und Anerkennung für die Kommilitonen zu zeigen, die diesen anspruchsvollen technischen Studiengang erfolgreich absolviert haben, hat mich sofort überzeugt“, sagt er. Ein besonderer Dank gelte dem Albstädter Lackier- und Karosseriefachbetrieb Reimann, der die Absolventen gleich mehrfach unentgeltlich unterstützt hat.
In lockerer Atmosphäre montierten Christopher Hajdu und Christian Himmer im Beisein ihrer früheren Mitstudierenden die Tafel an der Mauer, und anschließend wurde bei Snacks und Getränken gefeiert. Mittlerweile haben sich die Wege des Abschlussjahrgangs getrennt, und so war das Anbringen der Messingplatte ein schöner Anlass für ein Wiedersehen. Die meisten sind in einem technischen Beruf angekommen, viele bei Mittelständlern in der Region. Einige haben ein Masterstudium aufgenommen.
Allen gemeinsam ist, dass sie positiv auf ihr Studium zurückblicken. Einem Absolventen mit Schwerpunkt Werkstofftechnik sind bis heute „die coolen Versuche im Labor“ im Gedächtnis geblieben. Mehrere Kombistudierende, die parallel Bachelorstudium und Berufsausbildung absolviert haben, erinnern sich an das kameradschaftliche Miteinander und den guten Zusammenhalt im Semester. „Wir haben aus dem Studium fachlich und zwischenmenschlich viel mitgenommen“, sagen sie. „Der Kontakt zu den Professoren war auf Augenhöhe, und dank der lockeren Atmosphäre haben wir uns gut kennengelernt.“ Auch für einen Absolventen, der mittlerweile außerhalb des Maschinenbaus tätig ist, ist das Studium rückblickend ein „Augenöffner“, den er nicht missen möchte.
Der Einladung zur Enthüllung folgten Mitarbeitende, Professoren und aktuelle Maschinenbaustudierende. Auch bei ihnen hat die Tafel nachhaltigen Eindruck hinterlassen: Das Projektteam für die Absolvententafel 2026 ist bereits gefunden.


