• Header Hochschule Albstadt-Sigmaringen | allgemein

Qualitätsbericht der Hochschule Albstadt-Sigmaringen für das Studienjahr 2024/25

Der Qualitätsbericht ist das zentrale Monitoring-Instrument im Qualitätsmanagementsystem der Hochschule. Studiengänge bzw. Fakultäten sowie zentrale Leistungsbereiche erstellen alle zwei Jahre einen Qualitätsbericht. Ziel ist es, auf der Grundlage des Qualitätsberichts Zielabweichungen frühzeitig zu erkennen und systematisch gegenzusteuern.

Mit dem hier veröffentlichten Bericht dokumentieren wir die Entwicklungen in den Studiengängen in den beiden Studienjahren 2023/24 sowie 2024/25.

Für Rückfragen steht Ihnen Sebastian Thiele (Referent Qualitätsmanagement, qm(at)hs-albsig.de) gerne zur Verfügung.

Inhalt:

 

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Die Hochschule bietet an den beiden Standorten Albstadt und Sigmaringen grundständige Bachelorstudiengänge, konsekutive Masterstudiengänge sowie weiterbildende Masterstudiengänge an. Darüber hinaus bietet die Hochschule mit dem Kombi-Studium ein ausbildungsbegleitendes Studium an. Die Grundordnung der Hochschule legt die profilbildenden Kernkompetenzen der Hochschule fest: Technik, Wirtschaft, Informatik, Life Sciences.

Hochschulporträt

Zahlen und Fakten zur Hochschule

50 Jahre Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Grundlegend für das Qualitätsmanagementverständnis an der Hochschule ist das Leitbild Lehre, das zentrale Werte, didaktische Leitlinien sowie studiengangsübergreifende Studieninhalte definiert.

Leitbild der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Qualitätsmanagementsystem der Hochschule

Die Hochschule hat ein prozessbasiertes Qualitätsmanagementsystem entwickelt. Prozesse an der Hochschule werden über die Software "BIC Process Design" in der BPMN-Notation modelliert. Die Prozesslandkarte umfasst Managementprozesse, die fünf Kernprozesse "Hochschulvertrieb", "Studium, Lehre und Weiterbildung", "Weiterentwicklung, "Forschung und Transfer" und "Gründung" sowie unterstützende Support-Prozesse. Einen Gesamtüberblick bietet die Prozesslandkarte. Die Prozesslandkarte ist zudem als interaktive Grafik im Prozessportal der Hochschule veröffentlicht und dient als Ausgangspunkt zum Aufrufen der einzelnen Prozesse.

Weiterführende Informationen:

BIC Hochschulportal (Log-In mit Hochschulaccount erforderlich)

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist seit Frühjahr 2018 systemakkreditiert. Dadurch ist die Hochschule in der Lage, die eigenen Studiengänge mit entsprechender Qualität selbst zu akkreditieren und das Siegel des Akkreditierungsrates zu verleihen.

Struktur und Aufbau des QM-Systems der Hochschule wird über eine Qualitätsmanagementsatzung definiert. Der Senat der Hochschule Albstadt-Sigmaringen hat zuletzt im Dezember 2025 eine Änderung der QM-Satzung beschlossen. 

Jedem Studiengang bzw. jedem Studienprogramm an der Hochschule ist ein Fachbeirat zugeordnet. Im Fachbeirat sind externe Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft sowie aus der Berufspraxis vertreten. Aufgabe des Fachbeirats ist es, die Studiengänge anhand der Kriterien aus der Studienakkreditierungsverordnung des Landes Baden-Württemberg zu bewerten. Darüber hinaus spricht der Fachbeirat Empfehlungen und Einschätzungen zur Weiterentwicklung der Studiengänge aus.

Die Akkreditierungsentscheidung von Studiengängen wird an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen für die Dauer von acht Jahren durch den internen Auditierungsausschuss ausgesprochen. Zu diesem Zweck auditiert der Auditierungsausschuss alle Studiengänge einer Fakultät mindestens alle acht Jahre und erstellt auf Basis der vorliegenden Informationen, der Auditfeststellungen sowie der Bewertung der hochschulexternen Gutachter:innen einen Auditbericht, der Auflagen und/oder Empfehlungen beinhalten kann.

Für eine Konzeptauditierung eines neuen Studiengangs wird ein Konzeptauditierungsausschuss gebildet. Dieses Gutachtergremium bewertet Inhalt und Qualität des vorgelegten Studiengangskonzepts und erstellt ein gemeinsames Gutachten.

Wesentliche Änderungen eines Studiengangs müssen durch eine Change-Auditierung bewertet werden. Änderungen eines Studiengangs werden daraufhin geprüft, ob sie als wesentlich einzustufen sind; falls ja stößt das Dekanat die Change-Auditierung an, an der Mitglieder aus dem externen Fachbeirat beteiligt werden.

Der Qualitätsbericht ist ein wichtiges Element des Qualitätsmanagementsystems der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und dient als zentrales Monitoring-Instrument der Qualitätsregelkreise auf den Ebenen Studiengang, Fakultät und Hochschule. Ziel ist es, auf der Grundlage dieses Instruments Zielabweichungen frühzeitig zu erkennen und systematisch gegenzusteuern.

Die nachfolgende Grafik verdeutlicht das QM-System mit Blick auf die Qualitätsentwicklung der Studiengänge sowie die systematische Weiterentwicklung des QM-Systems.

In den Qualitätsberichten werden Kennzahlen und hochschulstatistische Daten, Mobilitätsdaten, Evaluationsergebnisse und – soweit verfügbar – externe Vergleichsstudien und Rankings bewertet.

Kennzahlen

Relevant sind in diesem Zusammenhang bspw. die Studiendauer, Abschlussnoten oder die Auslastung. Externe Vergleichswerte stehen insbesondere über das CHE-Ranking und die Alumni-Befragung (Teilnahme am KOAB-Projekt) zur Verfügung.

Ergebnisse aus Evaluationen

  • Lehrveranstaltungsevaluation: jede Lehrveranstaltung wird mindestens alle 3 Semester evaluiert
  • Zweitsemesterbefragung: jeweils im Winter- und Sommersemester in den Bachelorstudiengängen
  • Studiengangsabschlussbefragung: Befragung zum Zeitpunkt der Abschlussarbeit
  • Alumni-Befragung: Befragung 1-1,5 Jahre nach dem Abschluss

Externer Input

Im Rahmen von Akkreditierungsverfahren an der Hochschule sprechen hochschulexterne Gutachterinnen und Gutachter Empfehlungen und ggf. Auflagen aus, die in die Qualitätsentwicklung der einzelnen Studiengänge einfließen. Jedem Studiengang ist dabei ein externer Fachbeirat zugeordnet, der sich kontinuerlich über mehrere Jahre mit der Qualitätsentwicklung des Studiengangs beschäftigt. An der Konzeptakkreditierung und Reakkreditierung nehmen zudem hochschulexterne Studierende zusätzlich als Gutachter:innen teil.

Weiterführende Informationen

Evaluationsinstrumente

Aktuelle hochschulweite Evaluationsergebnisse (Login mit Hochschulaccount erforderlich)

Qualitätsberichte der Studiengänge

Hochschulvertrieb

  • Studiengangsspezifische Maßnahmen — Breites Spektrum an Aktivitäten ergänzt die zentralen hochschulweiten Maßnahmen.
  • Social‑Media‑Präsenz — Sichtbarkeit auf relevanten Plattformen weiter ausgebaut.
  • Schulkooperationen — Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert, um Zielgruppen frühzeitig zu erreichen.
  • Studierendenmarketing — Öffentlichkeitsarbeit wird mit hoher Intensität fortgeführt.
  • Persönliche Beratung — Direkte Gespräche mit Studieninteressierten gelten als zentraler Erfolgsfaktor.
  • Messepräsenz — Deutlich verstärkte Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen.
  • Studieninfotag — Einführung eines zweiten hochschulweiten Studieninfotags im Frühjahr 2025.
  • Internationale Bewerberplattformen — Stärkere Nutzung spezialisierter Plattformen für ausländische Studieninteressierte.

     

Studium und Lehre

Studierendenorientiertes Handeln

  • Hohe Lehrqualität — Q‑Berichte belegen stabile, wirksame Lehr‑/Lernprozesse.
  • Rolle der Studienkommission — Systematische Einbindung studentischer Perspektiven; kontinuierliche Umsetzung von LV‑Feedback.
  • Familiäre Atmosphäre — Persönliche Nähe zu Lehrenden; herausragende Betreuungsqualität als klarer USP.
  • Absolvent*innenfeedback — Betreuung und Atmosphäre werden als zentrale Stärken hervorgehoben.
  • Prüfungsprozesse — Prüfungskonzepte werden im Q‑Bericht begründet; Rückmeldungen der Studienkommission fließen ein.
  • Positive Evaluationsergebnisse — Kennzahlen und Evaluationen belegen hohe Qualität der Studienbedingungen.
  • CHE‑Ranking — Sehr gute Ergebnisse bestätigen die Qualität.
  • Alumnibefragung — Hervorragende Arbeitsmarktintegration; teils signifikant bessere Bewertungen als bundesweite Vergleichsgruppen.

Flexible Studienbedingungen durch moderne Technologien & Organisation

  • Digitale Studiermöglichkeiten — Ausbau digitaler Formate auch außerhalb der wissenschaftlichen Weiterbildung.
  • Synchrone Online‑Teilnahme — Live‑Streaming ermöglicht Teilnahme ohne Anwesenheitspflicht.
  • Hybride/asynchrone Bausteine — Breite Nutzung durch Lehrende.
  • Digital Readiness — 2025: Platz 2 im StudyCheck‑Ranking.
  • Pauschale Anrechnungsmodelle — Erleichtern den Einstieg für beruflich Qualifizierte; weitere Modelle in Prüfung.
  • Teilzeitstudium — Steigende Zahl an Anträgen unterstreicht Bedarf an flexiblen Modellen.
  • Moderne Lernräume — Umgestaltung klassischer Räume zu kollaborativen, digital unterstützten Lernumgebungen.

Praxis- und Anwendungsorientierung

  • Breite Unternehmenskooperationen — Enge Verzahnung von Theorie und Anwendung.
  • Praxisformate — Projektmodule, Praxissemester, praxisorientierte Abschlussarbeiten, Fallstudien, Workshops, Gastvorträge.
  • Lehrbeauftragte aus der Industrie — Stärken die Praxisnähe zusätzlich.
  • Neue Studienmodelle — Kombi‑Studium und weitere Modelle erweitern die Praxisintegration.
  • Professional Master’s Program — Parallel zum Studium qualifizierte Teilzeitbeschäftigung mit Projektverantwortung.
  • Studium PLUS vertiefte Praxis — Seit 2025 hochschulweit verankert.

     

Forschung und Transfer

  • Kontinuierliche Verzahnung — Q‑Berichte zeigen eine stabile Verbindung zwischen Studium und Forschung.
  • Aktuelle Forschung in der Lehre — Neue Forschungsergebnisse fließen in Lehrveranstaltungen, Fallstudien und Masterarbeiten ein.
  • Frühe Studierendenbeteiligung — Studierende arbeiten als Hilfskräfte in Laboren oder in laufenden Forschungs‑ und Industrieprojekten mit.
  • Kooperationsprojekte — Forschungsaktivitäten entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen.
  • Promotionsverband BW — Wahl mehrerer Professor*innen in den Promotionsverband der HAW Baden‑Württemberg unterstreicht die Forschungsstärke der Hochschule.

 

Gründung

  • Systematische Förderung von Gründungskompetenzen — Curriculare Verankerung in Wahl‑ und Pflichtmodulen.
  • Projektorientierte Module — Schaffen konkrete Ausgangspunkte für Gründungsaktivitäten.
  • Gründungsprojekte — Beteiligung an Programmen wie GROW, EXIST oder Digital Hub II Neckar‑Alb Sigmaringen.
  • Entrepreneurship‑Awards — Sichtbare Anerkennung innovativer Gründungsideen.
  • Gründungsberatung — Beratung in Kooperation mit der IHK.
  • Institut I³E & SIGRAI — Seit 2024 zentrale Plattform für Workshops, Pitch‑Events und Mentoring.

 

Weiterentwicklung

Zusammenfassend konzentriert sich die Weiterentwicklung der Studiengänge auf drei Entwicklungsbereiche:

  • Neue Kooperationen mit Hochschulen und Bildungseinrichtungen, neue pauschale Anrechnungsmodelle. 
  • Internationalisierung Ausbau englischsprachiges Modulangebot, Kooperationen mit ausländischen Hochschulen
  • Aktualisierung der Studieninhalte Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Datenanalyse

Ergebnisse des Qualitätsmanagements

Akkreditierungen

Im Berichtszeitraum wurden folgende Akkreditierungsverfahren an der Hochschule durchgeführt:

StudiengangAkkreditierungsartSemesterErgebnis
Lebensmittel, Ernährung, HygieneChange-AuditierungWS 24/25Umbenennung zu Angewandte Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften und Wegfall der Vertiefungsrichtungen
Digital Technology and ConsultingChange-AuditierungWS 24/25DTC und WIN Einführung Doppelabschlussprogramm mit Skoda University, Tschechien 
WirtschaftsingenieurwesenChange-AuditierungWS 24/25
Technische Informatik berufsbegleitendStudiengangsaufhebungWS 24/25MWK-Zustimmung zur Aufhebung erfolgt
WirtschaftsinformatikReakkreditierungWS 24/25Erfolgreiche Reakkreditierung der INF-Studiengänge für 8 Jahre / TI und WIN Einführung Doppelabschlussprogramm mit SGU, Jakarta
IT SecurityReakkreditierungWS 24/25
Technische InformatikReakkreditierungWS 24/25
Business and Security AnalyticsReakkreditierungWS 24/25
Systems EngineeringReakkreditierungWS 24/25
Advanced IT SecurityReakkreditierungWS 24/25
Data ScienceReakkreditierungWS 24/25
Digitale ForensikReakkreditierungWS 24/25
Digital EngineeringKonzeptakkreditierungWS 24/25Erfolgreiche Erstakkreditierung
Industrial Artificial IntelligenceKonzeptakkreditierungWS 24/25Erfolgreiche Erstakkreditierung
KI ManagementKonzeptakkreditierungSoSe 2025Erfolgreiche Erstakkreditierung

Evaluationsergebnisse

  • Die Bewertung der Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluationen findet im Rahmen der Q-Berichte der Studiengänge statt.

  • Neuerungen/Besonderheiten im SJ 2024/25: Umstellung auf OpenSource-Evaluationssoftware LimeSurvey – im SoSe 2025 dazu Pilotdurchführung an den Fakultäten ENG und LS.

  • Trend der letzten Semester: die Hochschule wird als die Wunschhochschule beschrieben und die Attraktivität der Studiengänge ist der Hauptgrund für ein Studium an der HSAS.

  • Das Propädeutikum mit einer hohen Nutzungs- und Akzeptanzquote hilft beim Studieneinstieg ebenso, wie die sehr gute soziale Integration an der Hochschule.

  • Über 92% sind alles in allem sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Studium an der HSAS.

  • Die Studienbedingungen werden insgesamt als sehr gut bewertet.

  • Deutlich negativere Bewertung des sozial-kulturellen Hochschullebens.

  • Insgesamt wird eine hohe Vielfalt bei den Abbruchgründen deutlich. 

  • Der überwiegende Anteil möchte über einen Hochschul- und/oder Studiengangswechsel weiterhin studieren.

Die Alumni-Befragung wird über das Institut für angewandte Statistik im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts durchgeführt (KOAB). Der hohe Nutzen der KOAB-Befragung ergibt sich vor allem aus der Möglichkeit, die Ergebnisse eines Studienganges im Spiegel bundesweiter HAW-Vergleichswerte betrachten zu können. Die Befragung findet 1-1,5 Jahre nach dem Hochschulabschluss statt; die aktuellen Ergebnisse beziehen sich daher auf das Abschlussjahr 2022/23. 

Insgesamt nahmen 245 Absolventinnen und Absolventen an der Befragung teil (Rücklaufquote 34%). Die nachfolgenden beiden Grafiken zeigen zentrale Befragungsergebnisse im Vergleich zu anderen HAWen in Deutschland.: 

Wissenschaftliche Weiterbildung im Jahr 2025

Es wurde beschlossen, den berufsbegleitenden Masterstudiengang Data Science inhaltlich und strukturell neu auszurichten, um seine Attraktivität am Markt zu erhöhen. Das überarbeitete Programm wird künftig einen Umfang von 90 ECTS (statt bisher 120 ECTS) umfassen und durch Vertiefungsrichtungen ergänzt, die gezielt auf unterschiedliche berufliche Profile und Anwendungsfelder ausgerichtet sind. 

Es wurde beschlossen, den berufsbegleitenden MBA „Impact Innovation and Business Development“ einzustellen, da keine Nachfrage zu verzeichnen war. Es werden künftig einzelne Module im offenen Programm sowie in Form von Workshops und auf Anfrage Inhouse Schulungen für Unternehmen angeboten und beworben.

Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fokussiert sich das IWW verstärkt auf die Entwicklung kurzformatiger, praxisorientierter Weiterbildungsangebote, die Unternehmen wie auch Privatpersonen einen unmittelbaren Mehrwert bieten und gegenüber vollständigen Masterstudiengängen deutlich kostengünstiger umgesetzt werden können. 

Im Rahmen des ESF-Projekts unterstützte im Jahr 2025 zudem unser Weiterbildungsbotschafter die strategische Ausrichtung des Programmentwicklungsportfolios. Durch zahlreiche Interviews und Bedarfsumfragen bei Unternehmen unterschiedlicher Branchen konnten wertvolle Einblicke in aktuelle und zukünftige Kompetenzanforderungen gewonnen werden. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Konzeption neuer Microcredentials und bedarfsorientierter Workshops ein und stärken die Ausrichtung des IWW an den realen Anforderungen des Arbeitsmarktes.

Auch im Bereich der inhaltlichen Programmentwicklung wurden wesentliche Meilensteine erreicht. Das gemeinsam mit der Fakultät Life Sciences entwickelte Modul „Deep Dive Ernährungspsychologie“ ist inhaltlich weitestgehend abgeschlossen. Die erstmalige Durchführung ist für das 1. Quartal 2026 vorgesehen. Parallel dazu wurden in Kooperation mit der Fakultät Informatik die Microcredentials zu KI-Grundlagen fertiggestellt. Im Rahmen des Projekts DigiHub 2.0 wurden im Jahr 2025 Weiterbildungsangebote im Bereich Digitalisierung und IT-Sicherheit entwickelt, die 4 Module sind fertiggestellt und werden im Jahr 2026 bewerben und angeboten.

Die im Jahr 2024 begonnenen Entwicklungs- und Zertifizierungsprozesse konnten 2025 erfolgreich weitergeführt und abgeschlossen werden. Die AZAV-Trägerzulassung wurde im September 2025 erfolgreich erteilt und ist bis 2030 gültig. Damit kann das IWW künftig geförderte Weiterbildungsmaßnahmen über die Bundesagentur für Arbeit anbieten und neue Zielgruppen erschließen.

Diversität: offene und inklusive Hochschulkultur

Das Leitbild der Hochschule greift Diversitätsaspekte auf und verankert sie als zentralen Bestandteil ihrer Identität. Es schafft einen verbindlichen Orientierungsrahmen, der Chancengleichheit, Inklusion und Wertschätzung aller Mitglieder fördert: 

  • „Wir verkörpern und leben Gleichstellung, Gleichberechtigung und Diversität – auch als Botschafter über die Grenzen unserer Hochschule hinaus.“

  • „Kurze Wege, Serviceorientierung, Offenheit und ein vertrauensvoller Umgang der Hochschulmitglieder untereinander prägen an beiden Standorten das Hochschulklima. Der persönliche Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden sowie überschaubare Gruppen sorgen neben modernen ausgestatteten Seminar- und Laborräumen für ideale Lernbedingungen. Wir setzen uns mit Engagement für alle Belange der Studierenden ein und sind bestrebt, sie möglichst individuell zu betreuen. Die Vereinbarkeit von Familie und Studium oder Beruf wird bei uns gezielt erleichtert. Alle Hochschulmitglieder haben gleiche Chancen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität oder sozialer Herkunft.“

Die im Leitbild verankerten Diversitätsaspekte werden über verschiedene Richtlinien und Satzungen konkretisiert:

  • Richtlinie gegen Diskriminierung

  • Richtlinie zum Schutz vor sexueller Belästigung und sexueller Diskriminierung

  • Satzung Studium in individueller Teilzeit

  • Handreichung zur gendersensiblen Sprache

Darüber hinaus hat die Hochschule Beauftragte und Ansprechpersonen bestellt, bspw. eine Ansprechperson für Antidiskriminierung. Näheres hierzu wird im Abschnitt „Service und Beratung“ aufgeführt. 

Die Gleichstellungsstrategie der Hochschule und die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist jeweils im aktuellen Gleichstellungsplan beschrieben. Über ein wechselndes Workshopprogramm werden jährlich neue Akzente gesetzt zu verschiedenen Themen rund um Diversität und Gleichstellung. So wurden unter anderem ein Workshop zum generationenübergreifenden Arbeiten sowie ein VRbasiertes Training zu Mobbing und Diskriminierung durchgeführt. Weiterhin finden Beratungen gegen sexuelle Belästigung statt und es werden entsprechende Workshops in Zusammenarbeit mit der Organisation Feuervogel e.V. durchgeführt. 

Die Hochschule ist seit 2010 kontinuierlich als familiengerechte Hochschule zertifiziert. In diesem Zusammenhang wird eine Reihe von Maßnahmen und Angeboten durchgeführt, die sich auch an Studierende richten. Näheres hierzu wird im Abschnitt „Studium und Lehre“ aufgeführt.

Die Internationalisierungsstrategie ist im jeweils aktuellen Struktur- und Entwicklungsplan niedergelegt. Im Berichtszeitraum wurde mit dem Masterstudiengang Industrial Artificial Intelligence der zweite englischsprachige Studiengang an der Hochschule eingerichtet. Das englischsprachige Studienangebot der Hochschule stärkt nicht nur die internationale Sichtbarkeit, sondern erweitert zugleich die Zugänge für internationale Studierende sowie für Personen, deren Erst- oder bevorzugte Wissenschaftssprache Englisch ist.

Das Studium in individueller Teilzeit für Studierende mit Familienpflichten, chronischen gesundheitlichen Einschränkungen und Berufstätige ist ein grundlegendes flexibles Instrument, um individuelle Studienverläufe zu ermöglichen. Das Studium in individueller Teilzeit ist in allen aktuellen Prüfungsordnungen der grundständigen Bachelorstudiengängen und konsekutiven Masterstudiengänge verankert. 

In der allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für Bachelor- und Masterstudiengänge sind Regelungen zum Nachteilsausgleich fürStudierende mit Erkrankungen/Behinderungen getroffen. Darüber hinaus wird für Prüfende ein Leitfaden zum prüfungsrechtlichen Nachteilsausgleich zur Verfügung gestellt. Um den besonderen Bedarfen im Studium gerecht zu werden, sind Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen benannt. 

Der Ausbau von Online-Studienangeboten stellt einen zentralen Baustein dar, um die vielfältigen Lebenslagen und Vereinbarkeitsbedarfe der Studierenden zu berücksichtigen. Je nach Studiengangskonzept können dies asynchrone digitale Lernformate sein, die zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen, oder die Option, Vorlesungen online von zuhause aus zu verfolgen.

Als überfachliches Angebot haben Studierende die Möglichkeit, kostenfrei an Seminaren und Workshops des Zentrums für ethische Fragen im 21. Jahrhunderts (ZEF21) teilzunehmen. Über die Teilnahme an den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, ein Ethikum-Zertifikat zu erwerben, welches die studienbegleitenden Aktivitäten auf diesem Gebiet ausweist.

Im Zusammenhang mit der Zertifizierung als familiengerechte Hochschule wird eine Reihe von Maßnahmen und Angeboten durchgeführt, die sich auch an Studierende richten.

Die Hochschule beteiligt sich an vielfältigen Transfer-Aktivitäten, darunter der Girls’ Day und Boys’ Day, Angebote wie das Schülerstudium und die Hector Kinderakademie sowie die aktive Mitwirkung in Netzwerken mit Fachlehrer:innen weiterführender Schulen.

Als Maßnahme im Rahmen des Studieneinstiegs führt das Institut für zukunftsfähiges Lehren und Lernen jedes Semester die Zweitsemesterbefragung in den Bachelorstudiengängen durch. Darüber hinaus beteiligt sich die Hochschule mit einer Vollerhebung an der bundesweiten Studierendenbefragung des Deutsches Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).

Die Hochschule hat folgende Beauftragte und Ansprechpersonen bestellt, an die sich Studierende wenden können: 

  • Antisemitismus-Beauftragter

  • Ansprechperson für Antidiskriminierung

  • Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

  • Gleichstellungsbeauftrage

  • Ansprechpartner bei sexueller Belästigung

Darüber hinaus ist am Institut für zukunftsfähiges Lehren und Lernen die Stelle der Referentin bzw. des Referenten für Studienorientierung angesiedelt. 

Zur Unterstützung eines gelingenden Studieneinstiegs bietet die Hochschule das niedrigschwellige, anonyme Online‑Reflexionsinstrument Feel Good an. Studierende können innerhalb von etwa 15 Minuten ihren bisherigen Studienstart einschätzen und erhalten eine individuelle Rückmeldung zu ihrer Situation sowie Hinweise auf passende Unterstützungs‑ und Beratungsangebote. Das Tool ermöglicht zudem eine Einordnung der eigenen Erfahrungen im Vergleich zu anderen Studierenden. Auf diese Weise trägt es dazu bei, unterschiedliche Ausgangslagen sichtbar zu machen und bedarfsgerechte Unterstützung im Sinne eines diversitätssensiblen Studienerfolgs zu fördern.

Der ILIAS-Kurs „Hilfe und Beratung“ stellt ein weiteres Angebot dar, das über die fachliche Studierendenberatung hinausgeht und umfassende Informationen zu psychischer Gesundheit sowie zu kooperierenden Beratungsstellen bereitstellt.

Seit Mai 2023 hat die Hochschule einen Beschwerdewegweiser auf der Website veröffentlicht. Der Beschwerdewegweiser nennt beispielhaft mögliche Beschwerden, Vorgehensweisen, Ansprechpersonen sowie Beauftragte und erläutert rechtliche Hintergründe. Mit dem Beschwerdewegweiser führt die Hochschule das System der dezentralen Beschwerdebearbeitung fort. Beschwerden sollen bei den jeweils zuständigen Stellen und Gremien aufgenommen, koordiniert und bearbeitet werden. Seit dem Wintersemester 2023/24 wird der Beschwerdewegweiser durch ein Online Beschwerdetool ergänzt. Hierüber besteht insbesondere die Möglichkeit, vollständig anonym eine Beschwerde oder eine Rückmeldung einzureichen. 

Um Studierende und Beschäftigte der Hochschule Albstadt-Sigmaringen bei einer Pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen zu begleiten, stehen Pflegelotsen als qualifizierte Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie unterstützen dabei, sich frühzeitig mit möglichen Pflegefällen auseinanderzusetzen und bieten Orientierung in einer emotional wie organisatorisch anspruchsvollen Lebenslage.

Digitale Prozesse

Über die BIC-Prozessmanagementplattform werden manuelle Prozesse an der Hochschule in einen automatisierten Workflow überführt. Die nachfolgende Aufstellung gibt einen Überblick zum aktuellen Bearbeitungsstand (Mai 2026):  

Laufender Betrieb Process Execution
  • Private Drittmitteleinnahmen
  • Drittmittel Änderungsanzeige
  • Satzung / Ordnung bekanntmachen
  • Lehrauftrag Erteilung
  • Antrag Fortbildung
  • Krankmeldung
  • Antrag Forschungsmittel
  • Antrag Neuer Arbeitsplatzes  
  • Antrag IT-Standardausstattung
  • Antrag Raumzutritt
  • Kostenabrechnung Standortfahrten
Aktuell in der Testphase
  • Dienstreiseantrag
  • Beschaffungsantrag
Prozessmodell in Bearbeitung
  • Zuwendungen Genehmigung
  • Anmeldung Abschlussarbeit
  • Promotionsantrag
  • Anmeldung Praxissemester
  • Lehrauftrag Erteilung und Abrechnung

Maßnahmen zur Weiterentwicklung des QM-Systems

Systemakkreditierung

  • Einführung Diversitätskonzept im Rahmen der Akkreditierungsprozesse
  • Vereinfachung Studiengangslogbuch (Q-Bericht Studiengang)
  • Vereinfachung Prozess „Change-Audit“ 

Evaluation

  • Umstieg aller Fakultäten auf OpenSource-Evaluationssoftware LimeSurvey
  • Optimierung Fragebogendesign für das WS 26/27
  • Test einer Befragung von Studienbewerber:innen, die ihren Studienplatz nicht angetreten haben
  • Englischsprachige Texte vervollständigen 

Digitale Prozesse Studium und Lehre

  • Umstellung auf Erstellung der Modulhandbücher über HISinOne EXA
  • Prozess „Anmeldung/Bearbeitung Praxissemester“