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Zielgruppengerechte Studienberatung

Die zielgruppengerechte Studienberatung im Rahmen eines Service-Level-Konzepts anzubieten folgt der Intention, den Studierenden bei ihren Beratungsanliegen (z.B. bei der Studienwahl, der Studiensteuerung und bei der Suche nach Alternativen zum gewählten Studiengang oder Bildungsweg) möglichst passgenaue Hilfestellung geben zu können und die Kolleginnen und Kollegen bei dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen. Hierfür bedarf es einer aufgabenangemessenen professionellen Qualifizierung und fortwährenden Unterstützung (wie im professionellen Kontext üblich) durch eine Supervision und regelmäßige Fortbildung.

Die Beratungsanliegen an unserer Hochschule sind vielfältig. Bisher haben wir einen von Erfahrung geprägten Überblick über den Beratungsbedarf unserer Studierenden und Studieninteressierten. Neben der Notwendigkeit die Beratungsbedarfe vollständig zu ermitteln, können wir bereits jetzt feststellen, dass ein nach Anfragekomplexität differenziertes Stufenmodell für die Beratung notwendig ist. Wir streben daher in der Beratung ein Service-Level-Modell an. Die zur Beratung eingesetzten Mitglieder der Hochschule werden hinsichtlich inhaltlicher Fragestellungen und den Anforderungen an unterschiedliche Beratungsanlässe geschult. Eine große Gruppe von Beratern wird zu häufigen und in der Betreuung einfacheren Fragestellungen geschult und betreut. Schlüsselpersonen werden entsprechend ihrer Eignung für tiefergehende Beratungssituationen geschult.

 

Wieso Service-Level-Konzept/was bedeutet das?

Eine große Anzahl an Beratungsanliegen kann als eher einfach zu bearbeiten eingestuft werden. Für diese Zielgruppe (Service-Level 1) haben wir, neben den allgemein verfügbaren Informationen (Print und Internet), ein niederschwelliges, aber qualitätsgesichertes Beratungsangebot vorgesehen. Wir planen, neben dem Einsatz der Peer-2-Peer-Beratung aus der Förderlinie 1, die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter/innen für Beratungsanliegen zu sensibilisieren, ihnen Hilfestellungen zu geben und Unterstützung. Im Rahmen des Projekts Perfect Match werden wir daher je Semester eine Schulung, die allen Mitarbeitern offen steht anbieten. Darüber hinaus werden wir über eine interne Werbekampagne für das Thema sensibilisieren. Ergänzend werden wir Informationsmaterial zum Umgang mit Beratungssituationen bereitstellen. Diese Maßnahmen werden wir nach dem Projektende durch Supervisoren fortführen.

Die Ergebnisse der Eignungsdiagnostik (enbenfalls im Rahmen des Projekt Perfect Match zu entwickeln) und die damit zusammenhängenden Beratungsanlässe ordnen wir aufgrund ihrer Reflexivität den deutlich anspruchsvolleren Beratungssituationen zu. Im Rahmen der Eignungsdiagnostik werden Ergebnisse produziert, die über die selbstgesteuerte Reflexion der eigenen Fähigkeiten und Wünsche hinausgehen. In der Folge sind auch krisenhafte Beratungssituationen in das Beratungskonzept einzubeziehen.

Über die Beratungsanlässe hinaus, die aus der Teilnahme an der Eignungsdiagnostik entstehen, bietet das Beratungsangebot Unterstützung für Interessenten und Studierende der Hochschule an.

Interessenten und Studierende mit Beratungsanliegen, die aufgrund ihrer Komplexität die Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen, die auf Service-Level 1 beraten, übersteigen, werden an speziell geschulte Kollegen/innen weitergeleitet (Service-Level 2). Wir planen, mindestens 2-3 Mitarbeiter/innen und/oder Professor/innen pro Fakultät (insgesamt 8-12 Personen) für diesen Bereich qualifizieren zu können. Wir haben für diese Gruppe eine Qualifizierung in Anlehnung an die, im Bereich der Studienberatung üblichen Zusatzqualifikationen vorgesehen. Wir orientieren uns an einem Mindestumfang von ca. 1,5 Jahren und 80 Kontaktstunden zwischen den Teilnehmern und den Ausbildern.

Alle Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen werden von erfahrenen und zertifizierten Anbietern durchgeführt.