Spenden für die mitochondriale Forschung an der Hochschule
Albstadt/Sigmaringen. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen erhält erneut großzügige Unterstützung für ihre Forschungsarbeit im Bereich der mitochondrialen Medizin und Alterungsforschung. Die Unternehmerin und heutige Ruheständlerin Ursula Rath unterstützt die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Bergemann an der Fakultät Life Sciences mit insgesamt 90.000 Euro – 50.000 Euro im Jahr 2025 und weitere 40.000 Euro im Jahr 2026.
Der Kontakt zu Ursula Rath entstand über Vorträge von Jörg Bergemann im Rahmen medizinischer Weiterbildungen zur mitochondrialen Medizin. Ursula Rath, die bereits Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich unterstützt, zeigte großes Interesse an den Arbeiten der Hochschule. In mehreren Gesprächen entstand daraus schnell der Wunsch, die Forschung auch konkret finanziell zu fördern. Besonders beeindruckt habe sie dabei auch der Ansatz der Arbeitsgruppe, vollständig auf Tierversuche zu verzichten.
Die Fördermittel kommen insbesondere Abschluss-, Projekt- und Doktorarbeiten der Arbeitsgruppe zugute. Aktuell wird damit unter anderem die Promotion von Chantal Frick unterstützt: Sie beschäftigt sich mit speziellen Funktionen der Mitochondrien. Lange Zeit wurden diese vor allem als „Kraftwerke der Zelle“ betrachtet, die für die Bereitstellung von Energie verantwortlich sind. Heute weiß man, dass Mitochondrien weitaus vielfältigere Aufgaben übernehmen und bei zahlreichen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.
Ein Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf sogenannten Mitokinen. Diese von den Mitochondrien gebildeten Botenstoffe stehen unter anderem mit der Kommunikation zwischen Zellen und der Regulation verschiedener biologischer Prozesse in Zusammenhang. In ihrer Arbeit untersucht Chantal Frick insbesondere, wie die Bildung und Regulation dieser Mitokine beeinflusst werden kann.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die Unterstützung von Ursula Rath“, sagt Jörg Bergemann. „Gerade die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ermöglicht es uns, wichtige Forschungsfragen kontinuierlich zu verfolgen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.“
Ursula Rath verfolgt die Entwicklung der Forschungsarbeiten mit großem Interesse und lässt sich regelmäßig über den Fortgang der Promotionsarbeit von Chantal Frick informieren. Möglich wurde die unkomplizierte Umsetzung der Förderung durch die enge Abstimmung innerhalb der Hochschule, insbesondere durch Innovations- und Transfermanager Steve Kovacs und Prorektor Prof. Dr. Matthias Premer. „Dass aus einem ersten fachlichen Austausch so schnell eine konkrete und nachhaltige Unterstützung unserer Forschung entstanden ist, freut uns sehr“, sagt Jörg Bergemann.

