Pressemitteilung Betriebswirtschaft Referat für Kommunikation und Marketing

BWL-Studierende entwickeln Ideen für die Nächstenhilfe Stetten a.k.M.

Albstadt/Sigmaringen. Frische Ideen für mehr Ehrenamt: Studierende des Studiengangs BWL an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen haben sich gemeinsam mit der Nächstenhilfe Stetten a.k.M. damit beschäftigt, wie sich neue Engagierte gewinnen lassen.

Der Verein unterstützt Menschen im Alltag – etwa durch Einkaufsdienste, Haushaltshilfe, Fahrdienste oder gemeinsam verbrachte Freizeit. Gleichzeitig steht er vor Herausforderungen: Trotz der mehr als 130 bereits engagierten Ehrenamtlichen ist die Mitgliederstruktur überaltert, das Durchschnittsalter liegt bei 61 Jahren, und viele Aufgaben lasten auf wenigen Schultern.

Vier Studierendengruppen nahmen die aktuelle Situation unter die Lupe und stellten ihre Ergebnisse bei ihrer Abschlusspräsentation vor Vertreterinnen der Nächstenhilfe sowie ihrem betreuenden Professor Dr. Maximilian Wolf vor. Im Fokus stand die Frage, wie vor allem jüngere Menschen für ein Engagement gewonnen werden können.

Die Vorschläge reichten von Kooperationen mit Schulen, Unternehmen und Kirchen bis hin zu niedrigschwelligen Angeboten für 16- bis 30-Jährige. Auch eine stärkere Präsenz in den sozialen Medien und eine bessere Online-Kommunikation spielten eine wichtige Rolle. Besonders viel Anklang fanden konkrete Ideen wie ein „Buddy-Programm“, bei dem erfahrene Ehrenamtliche neue Interessierte begleiten, oder generationenübergreifende Projekte, die Jung und Alt zusammenbringen.

„Das ist ein tolles Projekt, in dem die Studierenden viele tolle Ideen entwickelt haben“, sagte Einsatzleiterin Claudia Mägerle; das Buddy-Programm gefiel ihr besonders gut. „Es kann Hemmschwellen abbauen, wenn die jungen Leute von Älteren angeleitet werden und erleben, wie die Arbeit bei uns aussieht.“ Auch die Vereinsvorsitzende Melanie Hahn zeigte sich begeistert: „Es kamen ganz viele tolle Ideen zusammen, die wir gerne umsetzen wollen. Man hat bei allen Präsentationen die viele Mühe gesehen, die Ihr hineingesteckt habt.“

Für die Studierenden selbst war das Projekt eine wertvolle Erfahrung. „Das praktische Tun vertieft das Wissen aus der Vorlesung sicherlich nachhaltiger als nur Klausuren zu schreiben“, sagte die Studentin Luca Stiegler. Bei ihrem Kommilitonen Elias König wirkt das Projekt sogar über die Lehrveranstaltung hinaus: Er möchte sich künftig in einem ähnlichen Verein an seinem Wohnort engagieren.