Studierende der Hochschule lernen Umgang mit modernen Robotern
Albstadt/Sigmaringen. Intelligente Roboter sind längst nicht mehr nur Gegenstand der Forschung. Auch in der Lehre und in Industrieprojekten spielen sie eine zunehmend wichtige Rolle. Im Studienbereich Wirtschaftsingenieurwesen werden ihre Einsatzmöglichkeiten an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen bereits seit 2025 untersucht und praktisch erprobt.
Ob humanoide Roboter oder vierbeinige Systeme wie der sogenannte RoboDog: KI-gestützte Robotik eröffnet neue Möglichkeiten für Produktion und Logistik. In der Industrie übernehmen Roboter mit künstlicher Intelligenz bereits erste Aufgaben, die bislang menschliche Flexibilität erforderten. Dank ihrer Beweglichkeit können sie in bestehenden Fabriken arbeiten, ohne dass Produktionslinien komplett umgebaut werden müssen, und können so dabei helfen, Aufgaben flexibler zu automatisieren und bestehende Prozesse zu verändern. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach Produktivität, Kosten und Wirtschaftlichkeit.
Im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen sowie in den Masterstudiengängen Digital Production Management und Industrial Artificial Intelligence beschäftigen sich Studierende mit diesen Entwicklungen. Dabei geht es nicht nur um die technischen Möglichkeiten, sondern auch darum, wo und unter welchen Bedingungen sich intelligente Robotik sinnvoll einsetzen lässt.
Wie praxisnah das sein kann, zeigt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Vantive. In einem mehrwöchigen Projekt untersuchten Studierende des Masterstudiengangs Industrial Artificial Intelligence den autonomen Transport mit einem RoboDog. Sie entwickelten Lösungsansätze, testeten deren Umsetzbarkeit und präsentierten ihre Ergebnisse vor Ort, wo sie mit Fachleuten aus dem Unternehmen diskutiert wurden.
„Die Studierenden sollen erleben, welche Herausforderungen beim Einsatz intelligenter Robotik in der Praxis tatsächlich entstehen. Es geht nicht nur darum, was technisch möglich ist, sondern auch darum, ob eine Lösung im betrieblichen Alltag sinnvoll und wirtschaftlich ist“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Lutz Sommer von der Fakultät Engineering. Die Verbindung von Lehre, Forschung und konkreten Aufgaben aus Unternehmen sei ein wichtiger Bestandteil des Studiums: „Studierende lernen, technologische Entwicklungen einzuordnen und Lösungen für reale Problemstellungen zu erarbeiten.“
Auch über die Industrie hinaus wird der Einsatz intelligenter Roboter diskutiert – etwa in der Pflege oder im privaten Umfeld. Dabei geht es neben den technischen Möglichkeiten auch um Fragen der Akzeptanz und die Grenzen automatisierter Unterstützung. „Intelligente Robotik eröffnet neue Möglichkeiten, wirft aber auch Fragen auf. Umso wichtiger ist es, die Technologie nicht nur zu entwickeln, sondern ihren Nutzen und ihre Grenzen kritisch zu prüfen“, sagt Lutz Sommer. Die Zusammenarbeit mit Vantive habe gezeigt, wie Hochschule und Unternehmen gemeinsam praktische Erfahrungen ermöglichen und Fragestellungen bearbeiten können, die für den künftigen Einsatz intelligenter Robotik relevant sind.


