150 Liebfrauenschüler erleben an der Hochschule Wissenschaft zum Anfassen
Albstadt/Sigmaringen. Wie sieht die nachhaltige Verpackung von morgen aus? Wie sicher sind unsere Lebensmittel wirklich? Und wie beeinflusst unsere Wahrnehmung den Geschmack? Diesen Fragen sind am Dienstag rund 150 Schülerinnen und Schüler der Sigmaringer Liebfrauenschule auf den Grund gegangen. Im Zuge ihrer Öko-Fair-Woche tauschten die Jugendlichen der Realschule und des Gymnasiums das Klassenzimmer gegen den Hörsaal und die Forschungsfabrik am Campus Sigmaringen.
Unter dem Motto „Gesunde und sichere Lebensmittel – nachhaltig verpackt“ hatte die Nachhaltigkeits-AG „Lize for Future“ gemeinsam mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen einen Vormittag voller Impulse und Experimente organisiert. Den Auftakt machten drei Expertinnen und Experten der Fakultät Life Sciences mit spannenden Kurzvorträgen im Hörsaal. Prof. Dr. Markus Schmid, der selbst in der AG aktiv ist, gab Einblicke in die Welt der nachhaltigen Verpackungen. Prof. Dr. David Drissner sensibilisierte für die Themen Lebensmittelsicherheit und Mikrobiologie, und Prof. Dr. Andrea Maier-Nöth erklärte, wie gesunde Ernährung und die Wahrnehmung von Konsumentinnen und Konsumenten zusammenhängen.
Nach einem Campus-Rundgang wurde es in der Forschungsfabrik praktisch. In sechs Workshop-Runden konnten die Jugendlichen Materialien für klimafreundliches Recycling sowie nachhaltige Verpackungen unter die Lupe nehmen und mikrobiologische Hygieneuntersuchungen kennenlernen. Besonders interaktiv wurde es beim Check von Lebensmittel-Marketing und Sensorik: Die Schüler lernten, dass vermeintlich gesündere Alternativen wie Linsen- oder Gemüsechips oft mehr Zucker und Zusatzstoffe enthalten als das Original, und testeten in Blindverkostungen ihre eigene Wahrnehmung. Ziel der Veranstaltung war es, Wissenschaft greifbar zu machen und zu zeigen, welche entscheidende Rolle die Life Sciences für eine nachhaltige Zukunft spielen.
Die Kooperation zwischen der Liebfrauenschule und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen unterstreicht die starke regionale Vernetzung und das gemeinsame Ziel, die Fachkräfte von morgen für ökologische und soziale Verantwortung zu begeistern.




