Hochschule bringt unternehmerisches Denken an Schulen
Albstadt/Sigmaringen. Mit dem von der Vector Stiftung geförderten Projekt „Entrepreneurship macht Schule“ geht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen neue Wege: Erstmals werden unternehmerisches Denken und Handeln systematisch aus dem Hochschulkontext heraus in den schulischen Alltag integriert. Umgesetzt wird das Projekt vom Institute of Innovation, Impact and Entrepreneurship (I3E) der Hochschule.
„Wir möchten gemeinsam mit möglichst vielen Schulen frühzeitig unternehmerische Kompetenzen wie Kreativität, Urteilsfähigkeit und Beharrlichkeit fördern“, sagt Prof. Dr. Uwe Sachse. „Unser spielerischer Ansatz hat sich bereits bewährt – die Schülerinnen und Schüler sind begeistert.“ Jetzt soll das Konzept in ganz Baden-Württemberg ausgerollt werden.
Während unternehmerische Bildung an Hochschulen zunehmend etabliert ist, fehlen an Schulen häufig strukturierte Erfahrungsräume für eigenständiges Problemlösen und unternehmerisches Handeln. „Unternehmerisches Denken, Kreativität und Verantwortungsübernahme gehören zu den Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts und sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, sagt Uwe Sachse. „Im schulischen Alltag werden sie bislang aber kaum praktisch erprobt.“ Genau hier setzt das Projekt an: Mit praxisnahen Formaten ergänzt es den Unterricht, ohne zusätzlichen Leistungsdruck für Schülerinnen und Schüler oder Mehraufwand für die Schulen.
Kern ist eine mehrstufige Lernarchitektur; in einem interaktiven Planspiel erleben Jugendliche, wie unternehmerische Entscheidungen entstehen. In einem anschließenden Ideenlabor identifizieren sie Herausforderungen aus ihrem Alltag und entwickeln Lösungsansätze – etwa in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie oder Digitalisierung. Die Workshops werden vollständig vom Hochschulteam durchgeführt und sind für die Schulen kostenlos. Lehrerinnen und Lehrer werden dabei qualifiziert und mit praxisnahen Materialien unterstützt, um das Format langfristig eigenständig einsetzen zu können.
Pilotprojekte mit Schulen in Sigmaringen, Bad Saulgau, Riedlingen, Mengen, Balingen und Wald verliefen bereits sehr erfolgreich. Begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Matthias Premer, Prorektor für Forschung, Transfer und Entrepreneurship, Uwe Sachse (I3E), Projektleiter Robert Kornblum sowie Studierenden der Fakultät Business Science and Management.
In den kommenden zwei Jahren soll „Entrepreneurship macht Schule“ an bis zu 30 Schulen in Baden-Württemberg umgesetzt werden. Interessierte Schulen können sich ab sofort informieren und teilnehmen. Das Projekt stärkt die regionale Bildungs- und Innovationslandschaft und schafft eine Grundlage für die langfristige Verankerung unternehmerischer Kompetenzen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Interessierte Schulen können sich per E-Mail an Robert Kornblum, Projektleiter von „Entrepreneurship macht Schule“, wenden. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.
Weiterführende Informationen: Das Institute of Innovation, Impact and Entrepreneurship verbindet unternehmerisches Denken mit Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung – mit dem Ziel, innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln und eine zukunftsfähige Wirtschaft mitzugestalten.

