Pressemitteilung Maschinenbau Referat für Kommunikation und Marketing

Hochschulen stellen CAD/CAM-Lehre strategisch neu auf

Albstadt/Sigmaringen. Cloud statt Rechnerraum? KI als Konstruktionsassistenz? Und wie sieht die Softwarelandschaft der Hochschulen ab 2027 aus? Mit diesen Zukunftsfragen hat sich der landesweite CAD/CAM-Arbeitskreis bei einem zweitägigen Workshop an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Nicolai Beisheim befasst. Vertreterinnen und Vertreter aller Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg mit Maschinenbau-Studiengängen sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg kamen zusammen, um die strategische Weiterentwicklung der CAD/CAM-Lehre voranzutreiben – und die Weichen für die landesweite Softwarebeschaffung im Jahr 2027 zu stellen.

Im Zentrum stand die Frage, wie Studierende künftig leistungsfähig, flexibel und nachhaltig mit CAD/CAM-Anwendungen arbeiten können. Diskutiert wurden Cloud-Infrastrukturen, Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und KI-gestützte Assistenzsysteme für Konstruktion, Simulation und Fertigung. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Didaktik: Welche Lösungen sind skalierbar, sicher und administrierbar – und lassen sich zugleich sinnvoll in die Lehre integrieren?

Impulse aus der Industrie erweiterten die Perspektive. Fachvertreter der Siemens AG, der MAIT GmbH und der INNEO Solutions GmbH stellten aktuelle technologische Entwicklungen, strategische Roadmaps und Best Practices aus der industriellen Anwendung vor. Dabei wurden insbesondere Trends wie modellbasierte Entwicklung, durchgängige digitale Prozessketten sowie KI-gestützte Assistenzsysteme thematisiert und deren Relevanz für die akademische Ausbildung herausgearbeitet. All das zeigte, wie stark sich Entwicklungs- und Fertigungsprozesse verändern – und wie wichtig eine enge Verzahnung von Hochschule und Industrie ist.

Am Ende stand ein klares Signal: Die CAD/CAM-Lehre im Land soll nicht nur Schritt halten, sondern aktiv mitgestalten. Die erarbeiteten Konzepte fließen nun in die konkrete Softwareplanung ein, Pilotprojekte sind in Vorbereitung. Gleichzeitig wollen die Hochschulen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren, damit Studierende auch künftig mit modernen, leistungsfähigen Systemen arbeiten und die digitale Produktentwicklung von morgen mitprägen können.