• Forschung und Transfer greifen wie Puzzleteile ineinander

ZIM-Kooperationsprojekt

ZIM-EcoPackShield | Entwicklung multifunktionaler und kunststofffreier Beschichtungslacke für kreislauffähige Papierverpackungen

Schwerpunkt

NESP

Fakultät

Life Sciences

Themenbereich

Nachhaltige Entwicklung

Projektbeginn

01.05.2026

Status

Laufend

Projektende

31.10.2028

Projektbezeichnung

ZIM-Kooperationsprojekt des Sustainable Packaging Institute SPI

Projektbeschreibung

Hintergrund

EcoPackShield entwickelt nachhaltige Beschichtungslacke für Papierverpackungen, die herkömmliche Kunststoffbeschichtungen ersetzen sollen. Papier gilt zwar als besonders umweltfreundliches Verpackungsmaterial, bietet jedoch nur einen begrenzten Schutz gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff, Fette und Aromen. Deshalb werden aktuell häufig kunststoffbasierte Beschichtungen eingesetzt, die das Recycling erschweren. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer kunststofffreien, biobasierten Beschichtung, die Papierverpackungen die notwendigen Barriereeigenschaften verleiht und gleichzeitig deren Recyclingfähigkeit erhält. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen erforscht dazu neuartige Beschichtungsformulierungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und untersucht deren Eignung für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von Kunststoffabfällen und zur Stärkung einer kreislauffähigen Verpackungswirtschaft geleistet werden.

Zielsetzung

Im Forschungsprojekt EcoPackShield wird eine neue Generation nachhaltiger Beschichtungslacke für Papierverpackungen entwickelt. Ziel ist es, herkömmliche Kunststoffbeschichtungen zu ersetzen und gleichzeitig die produktspezifischen  Anforderungen zu erfüllen. Die entwickelten Beschichtungen sollen die Barriere von Papier hinsichtlich Sauerstoff, Wasserdampf, Fetten und Aromen erhöhen. Dies soll ermöglichen, dass Papierverpackungen auch den Anforderungen von sensiblen Produkten, insbesondere im Lebensmittelbereich, ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Verpackungen vollständig recyclingfähig und möglichst kompostierbar bleiben. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der industriellen Verarbeitbarkeit der Beschichtungen, sodass sie auf bestehenden Beschichtungs- und Verpackungsanlagen eingesetzt werden können. Durch die Kombination von Funktionalität, Kreislauffähigkeit und industrieller Umsetzbarkeit soll ein Beitrag zur Reduktion von Kunststoffabfällen und zur Förderung einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft geleistet werden.

Das Sustainable Packaging Institute (SPI) der Hochschule Albstadt-Sigmaringen übernimmt im Projekt die wissenschaftliche Entwicklung der biobasierten Beschichtungssysteme. Ziel ist die Entwicklung neuartiger Lackformulierungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die hohe Barrierewirkungen gegen Sauerstoff und Wasserdampf erzielen, ohne die Recyclingfähigkeit oder Kompostierbarkeit der Verpackungen zu beeinträchtigen. Hierfür werden geeignete Biopolymere und Additive ausgewählt, kombiniert und im Labormaßstab untersucht. Darüber hinaus analysiert das SPI die Verarbeitbarkeit, die mechanische und chemische Stabilität sowie die potenziellen Umweltwirkungen der entwickelten Systeme. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die spätere Skalierung und industrielle Umsetzung der Beschichtungstechnologien und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung kreislauffähiger Verpackungslösungen für die Zukunft.

Schlagworte:

Prozesstechnik- und Prozessdesign; Kreislauforientierte Bioökonomie; Nachhaltige Verpackungskonzepte; Kunststofffreie Beschichtung

Öffentliches Projekt / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / AiF Projekt GmbH

 

Förderprogramm

Förderprogramm: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Förderline: ZIM-Kooperationsprojekte

Förderkennzeichen: KK5637702BU4

Projektpartner

 Adesiv GmbH

Zurück