Hochschule im Gespräch

Öffentliche Vortragsreihe - studium generale

Mit der Veranstaltungsreihe sucht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen den Dialog mit der Öffentlichkeit
und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Referenten aus unterschiedlichen Bereichen präsentieren aktuelle Themen und laden zum Meinungsaustausch ein.

Die Vortragsreihe möchte ein breites Publikum ansprechen, die Vorträge erfordern daher keine fachrelevanten Vorkenntnisse. Interessierte sind herzlich zu allen Veranstaltungen eingeladen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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    Hochschule im Gespräch Sommersemester 2019

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Programm Hochschule im Gespräch | Sommersemester 2019

Elizabeth A. Holmes, Gründerin und CEO von Theranos, war im Jahr 2015 die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt; der Wert ihres Unternehmens zur medizinischen Diagnostik wurde zu diesem Zeitpunkt auf neun Milliarden US-Dollar geschätzt. Ihre Idee war so einfach wie genial: Aus einem Tropfen Blut sollten Laborergebnisse für mehr als 100 diagnostische Tests gewonnen werden – in einem einzigen Gerät, nicht größer als ein Kopierer fürs Büro. Flächendeckend sollten diese Tests für wenig Geld jedermann zur Verfügung stehen.

Noch im selben Jahr kamen jedoch erste Zweifel an der Leistung des Diagnosesystems auf, denen Holmes stets widersprach. Nachdem auch die amerikanische Zulassungsbehörde für Medizinprodukte Zweifel anmeldete, wurde es zunehmend schwieriger für sie. Im Frühjahr 2018 erhob die US-Börsenaufsicht Anklage wegen

„massiver Täuschung der Investoren“, und Holmes musste aus ihrer Firma ausscheiden. Nach der Anklage wegen Betrugs vor einem Bundesgericht im Juni 2018 wurde die Firma liquidiert, Holmes und ihrem damaligen Partner drohen Strafen von bis zu 20 Jahren Haft.

Prof. Dr. Christian Gerhards und Prof. Dr. Clemens Möller zeichnen den Weg von Elizabeth A. Holmes nach. Wie in einer klassischen Tragödie wird den Zuhörern deutlich, an welchen Stellen die Protagonistin ihren eigenen Abstieg einleitet und wo sie sich in Schuld verstrickt, aus der es keinen Ausweg mehr gibt. 

 

Termin:
Donnerstag, 11. April 2019 | 19:15 Uhr

Ort:
Campus Sigmaringen | Gebäude 106, Hörsaal 620

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Referenten:
Prof. Dr. Christian Gerhards, Fakultät Life SciencesProf. Dr. Clemens Möller, Fakultät Life Sciences

„Zum Ursprung der Trägheit: Vom Machschen Prinzip zum Gravitomagnetismus“

Der Diskurs um absolute oder relative Bewegung der Körper im Universum wird sowohl in der Physik als auch in der Philosophie kontrovers geführt. Die offensichtlichen Unterschiede zwischen Ruhe beziehungsweise geradlinig-gleichförmiger Bewegung und beschleunigter Bewegung, wie sie in den sogenannten „Scheinkräften" zum Ausdruck kommt, deuten auf ein fernes kosmisches „Ruhsystem“ hin. Dass die physikalische Ursache dieser Trägheitskräfte und der ausgezeichneten Bezugssysteme im Universum als Ganzem zu suchen ist, hat erstmals Bischof George Berkeley und später der österreichische Physiker und Philosoph Ernst Mach vermutet. 

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung von Newtons absolutem Raum zu Erklärungsmodellen Machscher Vorstellungen im Rahmen der Einsteinschen Allgemeinen Relativitätstheorie nach. Moderne Satelliten-Experimente bestätigen derartige Konzeptionen in Form einer neuen „Kraft“, dem sogenannten Gravitomagnetismus. 

 

Termin:
Donnerstag, 25. April 2019 | 19:15 Uhr

Ort:
Campus Albstadt | Gebäude 206, Hörsaal M004

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Referent:
Prof. Dr. Markus King, Fakultät Engineering

"Innovative Ansätze für nachhaltigere Lebensmittelverpackungskonzepte – Aktuelles aus der anwendungsorientierten Forschung"

Verbraucher betrachten Verpackungen von Lebensmitteln oft als notwendiges Übel. Daraus folgt der Wunsch nach deutlichen Materialeinsparungen. Diese tragen aber nur dann zur Nachhaltigkeit bei, wenn die Sicherheit des verpackten Produkts gewährleistet bleibt.

Eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit bei Verpackungssystemen zu verbessern, stellt die Materialsubstitution dar. Dabei werden beispielsweise erdölbasierte Materialien durch sogenannte Biopolymere ersetzt – doch diese haben auch Schwächen.

Im Vortrag werden nach einer Einführung zu den Anforderungen an Lebensmittelverpackungen ausgewählte Ansätze und Ergebnisse von mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten vorgestellt, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: nachhaltigere Verpackungsmaterialen zu entwickeln, die die Anforderungen an Lebensmittelverpackungen erfüllen und zu marktfähigen Preisen produziert werden können.

 

Termin:
Donnerstag, 9. Mai 2019 | 19:15 Uhr

Ort:
Campus Sigmaringen | Gebäude 106, Hörsaal 620

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Referent:
Prof. Dr. Markus Schmid, Fakultät Life Sciences

Zur Simulation von Krafteinleitungselementen sind die Modellierung der Kontaktstelle und eine nichtlineare Berechnung erforderlich. Diese Kontaktrechnung ist trotz leistungsstarker Rechner immer noch zeitintensiv. Der Vortrag zeigt dafür eine Methode auf, die durch effektive Modellierung eine enorme Zeitersparnis ermöglicht. Der Kontakt wird hierbei näherungsweise mit einem Modell der Last abgebildet. Dabei sind verschiedene Ansätze denkbar, die in Bezug auf Genauigkeit und Komplexität miteinander verglichen werden.

Termin:
Donnerstag, 6. Juni 2019 | 19:15 Uhr

Ort:
Campus Albstadt | Gebäude 206, Hörsaal M004

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Referent:
Michail Schlosser, Fakultät Engineering

Termin:
Dienstag, 4. Juni 2019 | 19:15 Uhr

Ort:
Campus Albstadt | Gebäude 206, Hörsaal M004

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Referent:
Prof. Dr. Walter Hower, Fakultät Informatik

Nach seinem Forschungs-Vortrag im Januar in Sigmaringen über „Kooperative Spieltheorie“, der den wirtschaftswissenschaftlichen Nobelpreis des Jahres 2012 behandelte, beleuchtet Walter Hower nun die „Nicht-kooperative Spieltheorie“. Dabei geht es unter anderem um die Balance zwischen Gegen- und Miteinander, ein tief in der menschlichen Psychologie vorhandenes Abwägen dieser beiden Strategien. Schwerpunkt ist dabei die sogenannte kombinatorische Auktion, bei der typischerweise auf mehr als ein Gut, also auf ein Bündel von Objekten, geboten wird – wobei natürlich niemandem die Gebote der anderen bekannt sind.

Weitere Informationen finden sie hier

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